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Eye Tracking (Blickbewegungsregistrierung)

Das Eye Tracking ist eine Untersuchungsmethode. Mit technischen Hilfsmitteln werden dabei die Bewegungen der Augen aufgezeichnet und anhand verschiedener Fragestellungen ausgewertet. Die Testpersonen helfen dabei zum Beispiel der Marktforschung bei der Erforschung wirksamer Werbemittel oder aber den Entwickler von Webseiten. Gerade im Web wird immer häufiger die Usability mit Hilfe des Eye Trackings verbessert. Blickachsen und Störungen im Lesefluss können so optimal ausgewertet werden.


Einsatzmöglichkeiten

Medizin

Laser-Eye-Tracking
High Speed Eye Tracking (Abb.1)

In medizinischen Anwendungen zum Beispiel beim Augenlasern findet das Eye Tracking Anwendung. Das Auge ist ständig in Bewegung. Damit der Laser die gewünschte Stelle der Hornhaut korrekt behandelt, misst das Eye Tracking die unwillkürlichen Bewegungen des Auges und justiert den Laser nach. Eventuell wird der Laser abgeschaltet, bis das Auge wieder die gewünschte Position eingenommen hat.


Marktforschung

marktforschung-Eye-tracking
Eye Tracking Heatmap (Abb.2)

In der Marktforschung findet das Eye Tracking in der Analyse von Verpackungen und Webseiten Anwendung. So kann analysiert werden, wo eine Testperson besonders oft hin schaut um anschließend die Werbung dementsprechend um zu platzieren. Auch Fehler im Design können mit dem Eye Tracking offen gelegt werden.


Informatik

eye-tracker-heat-mapHeatmap einer Webseite (Abb.3)

Eye Tracking wird auf Internetseiten eingesetzt, um anhand der Augenbewegung die Berührungspunkte der Webseite zu analysieren und zu verbessern. Dabei stehen meist folgende Fragen im Fokus:

  1. Was wird als erstes auf der Webseite wahrgenommen?
  2. Welche Elemente haben eine längere Betrachtungsdauer als andere?
  3. Wie häufig werden bestimmte Bereiche vom Auge abgetastet?
  4. Welche Bereiche werden intensiv betrachtet?
  5. Wo verlaufen die Blickachsen?
  6. Schneiden die Blickachsen wichtige Punkte wie Überschriften und Text?
  7. Wie werden Grafiken wahr genommen?

Augenbewegungen

In Bezug auf das Eye Tracking werden drei verschiedene Augenbewegungen ausgewertet: Die Fixation, Sakkaden und die Veränderung des Pupillendurchmessers.

Fixation

Unter einer Fixation versteht man das fixieren eines Punktes, die genaue Betrachtung. Auf diese Weise kann Beispielsweise festgestellt werden, welchem Teil einer Webseite die Testperson genauer betrachtet.

Sakkaden

Als Sakkaden bezeichnet man schnelle Augenbewegungen, Sprünge zwischen den einzelnen Elemeten. Sie zeigen den Blickverlauf der Testperson und können genutzt werden um Blickachsen zu konstruieren.

Pupillendurchmesser

Die Erweiterung und die Verengung des Durchmessers der Pupille ist Messwert für die Erregung der Testperson.


Video zur Erklärung des Eyetracking der FH Giessen


Aufzeichnungsverfahren

Beim Eye Tracking kommen verschiedene Aufzeichnungsverfahren zum Einsatz. Vor allem aber folgende:

  1. Retinal Nachbilder – Durch eine Folge starker Lichtreize werden Nachbilder auf der Retina erzeugt, durch deren Position die Augenbewegungen erschlossen werden kann.
  2. Elektrookolugramme – Messung der elektrischen Spannung zwischen Netzhaut und Hornhaut. Die Netzhaut ist dabei der negative Pol, während die Hornhaut der positive Pol der Messung ist.
  3. Kontaktlinsenmethode – Die Reflexionen einer verspiegelten Kontaktlinse werden mit einer Kamera aufgezeichnet.
  4. Search Coil – Kontaktlinsen, die mit Spulen versehen sind, werden einem magnetischen Feld ausgesetzt. Durch die Bewegung des Auges wird eine Spannung induziert. Aus der induzierten Spannung kann die Augenbewegung errechnet werden.
  5. Cornea Reflex Methode – Infrarot wird am Beobachtungsmonitor installiert und arbeitet ohne Berührung.

Eye Tracking und pheripheres Sehen

Das Eye Tracking erfasst die durch die obig genannten Messwerte Fixation, Saccaden und Pupillenerweiterung festgelegte Messwerte, kann aber nicht die unterbewussten Eindrücke erfassen, die durch das pheriphere Sehen entstehen.

Das pheriphere Sehen ist im Gegensatz zum fovealen Sehen nicht auf einen fixen Punkt gerichtet. Es wird zwar durch die verminderte Sehschärfe nur ein Eindruck des Umfeldes an das Gehirn geliefert, dennoch wird durch die Zusammenschaltung der Sehzellen eine Abtastfrequenz von bis zu 100 pro Sekunde erreicht. Foveales Sehen liegt dagegen bei drei bis vier.

Gesichtsfeld / peripheres Sehen
Das Gesichtsfeld umfasst den Sehbereich, der bei ruhigem Kopf und unbewegten Augen wahrgenommen werden kann. Im Unterschied zum zentralen Sehfeld, wird der periphere Teil des Gesichtsfeldes nicht in voller Schärfe gesehen. Trotzdem ist gerade auch die Aufnahme von Verkehrsinformationen aus dem Seh-Randbereich wesentlich für eine gute visuelle Gesamtwahrnehmung.

Zentrales und peripheres Sehen: der Mensch sieht nur das optimal und voll bewusst, was er direkt anblickt. Gerade im Straßenverkehr ist auch ein intaktes peripheres Sehvermögen wichtig.

Alkohol hat starke Auswirkungen besonders auch auf die periphere Wahrnehmung. Die Verminderung der allgemeinen Sehleistung setzt bereit bei 0,2 Promille ein!

Gesichtsfeldausfälle entstehen meist durch Augenerkrankungen (z.B. Makuladegeneration). Im Extremfall ergibt sich ein Tunnelblick, mit dem nur noch das genau vor ausliegende erkannt werden kann; aber auch partielle Ausfälle des Gesichtsfeldes sind möglich. Ausfälle des einen Auges werden oft durch das andere Auge kompensiert. Werden Gesichtsfeldeinschränkungen bei einem augenoptischen Sehtest vermutet, sind weitere medizinische Abklärungen dringend angezeigt.
Quelle:scharfsehen.ch


Literatur

Eye-Tracking – Grundlagen, Technologien und Anwendungsgebiete von Volker Gollücke (9. Mai 2009) ISBN-10: 3640305922

Durch die Augen meines Kunden: Praxishandbuch für Usability Tests mit einem Eyetracking System von Danny Nauth (17. August 2012)ISBN-10: 3842883641

Eye-Tracking im stationären Einzelhandel: Eine empirische Analyse der Wahrnehmung von Kunden am Point of Purchase von Nadine Berghaus (Juli 2005) ISBN-10: 3899363663

Visuelle Web-Usability: Eine Eyetracking-Studie zur Untersuchung des Blickverlaufs in der freien Nutzung von Onlineshops von Christoph Anders (7. Mai 2010) ISBN-10: 3639250052

Eyetracking Web Usability von Jakob Nielsen und Kara Pernice (26. April 2010) ASIN: B000UZNQZG

Weiterführendes

http://de.wikipedia.org/wiki/Eyetracking
Das Auge ist keine Kamera – Mehrwert und Grenzen der Blickaufzeichnung
Marktforschung setzt auf Eye Tracking und Co
E-Teaching.org
http://www.gm.fh-koeln.de

Quellen

http://www.scharfsehen.ch/das-sehen/
http://www.gm.fh-koeln.de

Bildquellen

Abb.1 http://www.lasik-sa.co.za/technology.php
Abb.2 http://www.pressetext.com/news/20120713009
Abb.3 http://parachutedigitalmarketing.com.au/blog/research-2/eye-tracking-is-an-excellent-tool-for-website-usability-testing/attachment/eye-tracker-heat-map-for-website-usability-testing/

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Warum dieser Blog?

  • Geld verdienen im Internet

    ist der Traum vieler. BlogVerdiener beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und vor allem mit den einzelnen Anbietern, die das Geld verdienen im Internet möglich machen. Dabei werden die Anbieter vorgestellt und in gewissen Zeiträumen immer wieder getestet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Seriosität. Betreffend der Auszahlungen, aber auch den Support. BlogVerdiener propagiert nicht den schnellen Reichtum im Internet, sondern soll aufzeigen, wie durch Arbeit im Netz Geld verdient wird. Ob als Texter, über Social Media Profile bis hin zu Youtube Videos, hier steht alles auf dem Prüfstand.

    Zusätzlich veröffentliche ich regelmäßig Tutorials, die zeigen sollen, wie man die Anbieter zum Geld verdienen benutzt. Auch ist mir wichtig den Verdienst immer weiter zu steigern. Jeder getestete und hier eingesetzte Anbieter soll monatlich die Auszahlungsgrenze überschreiten. Das Ziel ist es sich ein Online Einkommen aufzubauen, dass so groß ist, und so dauerhaft ist, dass ich mir keine Sorgen um meine Rente machen muss und sogar bereits mit 40 Jahren meinen Antrag stellen kann.

    Geld verdienen im Internet – Mit Arbeit und viel Lernen verbunden, ist es doch eine Beschäftigung die Spaß macht, gleichgesinnte vernetzt und tolle Partnerschaften ermöglicht.

    Ursprünglich war BlogVerdiener ein Hobby. Ich wollte mich mit der Möglichkeit beschäftigen „Geld im Internet“ zu verdienen. Daraus ist aber so viel geworden, dass ich es irgendwann aufschreiben musste und wollte. Zunächst bin ich auf einem anderen Blog gestartet, der aber BlogVerdiener weichen musste.

    Das Geld verdienen im Internet ist eine sehr spannende Sache, die sich ständig entwickelt. Neue Anbieter kommen hinzu, alte verschwinden. Es gibt diverse Themengebiete, in denen man sich selber entwickeln und lernen kann. Das ist der Punkt, der auf mich eine so unglaublich große Faszination ausübt. Und nicht zuletzt natürlich mein stetig wachsender Kontostand.

    Es macht Spaß Anbieter zu testen und dann für den eigenen Blog die Optimierungsarbeit zu leisten. So kann ich lernen, ausprobieren und nebenbei noch Geld verdienen. Dieser Gedanke ist irgendwann aber zu Ende gewesen.

    Jetzt ist das Hauptziel von BlogVerdiener das Geld verdienen im Internet reproduzierbar zu machen, so dass es für jeden funktioniert. Der Aufwand soll minimiert werden und das Ergebnis stetig verbessert.

Highlights

  • Geld verdienen im Internet mit Beispielen zu Belegen gehört sicherlich zu den Highlights hier im Blog. Hin und wieder starte ich 30 Tage Tests, in denen mehrere Anbieter der gleichen Branche gegeneinander antreten müssen. So zum Beispiel Februar 2013. Für diesen Monat gibt es die Mini Verdienst Challenge, in der ich diverse Anbieter, mit denen auf Facebook Geld verdienen möglich ist, gegeneinander antreten ließ. Das Ergebnis ist eine Seite hier im Blog, die alle Details haarklein auflistet und einige Anbieter für jedermann empfiehlt.

    So kann sich auch die Hausfrau einen netten Nebenverdienst aufbauen, ohne vorher teure Produkte zu kaufen oder anders auf die Nase zu fallen.

    Ein weiteres Highlight sind sicherlich die Empfehlungen der getesteten Fachbücher. Geballtes Wissen für angehende Blogger und Webmaster. Hier stecke ich viel Arbeit und Mühe hinein.

    Das dritte erwähnenswerte Highlight sind Tutorials, in denen ich mich mit dem Thesis Theme, CSS3, HTML5 und Wordpress auseinander setze. Hier kann vieles für andere Blogs adaptiert werden.

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