Erst heute morgen habe ich über Facebooktausch geschrieben. Einer Plattform, deren Betreiber den Besuchern ein kleines Taschengeld für das Liken von Fanpages versprochen hat. Das Ende vom Lied – Es wird aufs übelste in die eigene Tasche gewirtschaftet. Ich habe mich in meinem Artikel bereits von diesem Anbieter distanziert und andere werden folgen.
Gestern habe ich in den Kommentaren meines Blogs eine interessante Aussage entdeckt. Es ging um den Kauf eines Infoproduktes, dass dem Kunden suggeriert, er könne nach dem Kauf erfolgreich in das Affiliate Marketing einsteigen. Auch hier wieder ein niederschmetterndes Ergebnis. Der Kunde hat zwar viel gelernt, aber das Paket in seiner Gesamtheit hält nur für den Autor, was es verspricht. Der User bleibt auf der Strecke.
Das Vertrauen ist nichts mehr wert
Wenn man sich die Machenschaften mancher „Supermarketer“ einmal anschaut und genauer analysiert, muss man ihnen den Namen zu recht zugestehen. Aus Scheiße (sorry) Geld zu machen, das ist nicht nur eine Kunst, das verdient Bewunderung.
Und alle neuen Schäfchen, die schön brav drei Blogs einrichten und als erstes das gekaufte Produkt bewerben, weil es ja so toll ist, letztlich aber nur den Marketer richtig schön in Szene setzen, stellen sehr bald fest, dass „Geld verdienen im Internet“ eben nicht so einfach ist.
Und noch schlimmer – Sie bilden sich in der Tat ein, dass sie alles einem Ebook mit 100 Seiten entnehmen können, wofür ich fast 4 Jahre und tausende gelesene Blogartikel benötigt habe.
Komisch, wenn ich ehrlich bin wundert es mich nicht, dass sie alle versagen. Sicherlich wird viel Wissen vermittelt, und ich will die Inhalte der Infoprodukte auch nicht anzweifeln, das Problem ist nur, dass es nur ein Bruchteil dessen ist, was man wirklich wissen muss.
Der Traum bei den Eiern gepackt, schleifen die Marketer mit tollen Webseiten den Kunden zum Kauf. Und jener Kunde, nur zu einem Bruchteil informiert, fühlt sich wohl, wenn der Marketer los läßt. Im gekauften Produkt steht alles drin, warum sonst eine Geld zurück Garantie? Also nichts wie ran ans Werk. Und “zack” hat der Marketer nicht nur das Vertrauen des Kunden, nein, er kann ihn sogar steuern. Konsistenz ist das Zauberwort. Ich würde nie zugeben, dass ich scheiße gekauft habe, weil ich vorher allen meinen Freunden erzählt hab, wie geil das ist.
Letztlich bleiben Kunden, die schwerst enttäuscht sind, einen Klumpen im Magen haben, ihre Blogs einstampfen und sich unter anderem Namen im Forum darüber beschweren, dass Geld verdienen im Internet doch alles totaler Humbug ist, und in die Schublade verarsche gehört. Ist aber nicht schlimm, denn der Marketer hat durch die Anstrengungen des Kunden schon wieder Schafe aus Lämmern gemacht.
Mein Fehler
Ich Hornochse denke immer noch, dass ich mit kostenloser Information den Hering vom Teller ziehen kann. Ich schreibe mir die Finger wund, teste Anbieter, entwickle mich weiter – und wozu das alles?
Ich könnte es so einfach haben. Ich baue einfach 40 Artikel aus meinem Blog ein bisschen um, erweitere hier und da mal um ein Zitat, ein paar Tipps und durchforste mal Gutefrage.tld um noch ein bisschen mehr Info zu bekommen. Schreibe dann daraus ein tolles Ebook, melde das bei Clickbank an, nachdem ich einen reichen Sack oder einen König nachgebaut habe. Dann kaufe ich eine tolle Südseetapete für mein Wohnzimmer, hänge mir einen 250 Watt Schlangenwarmhaltestrahler an die Decke, mach den Ventilator an. Im Hawaihemd erzähle ich euch dann, wie toll ich Geld verdienen kann, und wie ihr das mit MEINEM Produkt auch schaffen könnt. Echt jetzt. Vergesst mal den anderen Scheiß, meins ist NEU. Brandneu! Frisch getestet!
Dann gehe ich kurz die Straße runter, drücke bei meinem BMW aufs Gas, der hört sich an wie Ferrari, und frag Dich ob Du auch so ein tolles Auto haben willst.
Du als Kunde denkst Dir – Alter, wenn Du hässliches Fredchen den Scheiß kannst, dann kann ich das drei mal. Gekauft.
Und im ersten Kapitel meines Ebooks steht drin – Du brauchst drei Blogs. Die gibt’s kostenlos. Mach da Werbung für mein Produkt. Denn das ist super. Und das geilste – Ich teile mit dir.
[Stop sarkasm]
Stattdessen gehe ich hin, teste, berichte, natürlich auch von meinen Fehlschlägen. Ich bin so blöd. Ich sollte auch so was machen.
Zurück zur Realität
Leider muss ich sagen, dass die Realität genau so aussieht. Das Vertrauen der Besucher wird ausgenutzt. Und ich, oder meine Kollegen, die wirklich etwas bewegen wollen, bekommen dann die gramgebeugten Kommentare ab.
Nicht, dass mich das stören würde. Ich würde nichts lieber tun, als mit allen zusammen was großes aufzubauen. Und ich helfe gerne.
Was also ist besser? Zu den Eintagsfliegen zu gehören und Porsche fahren, oder mit reinem Gewissen, zwar langsam aber stetig das Vertrauen der Besucher zu gewinnen? Ich plädiere zu letzterem. Klar, ich mag Porsche nicht, lieber Maserati. Das ist aber nicht der Grund. Ich bin nicht abgebrüht genug um mit schlechtem Gewissen gut schlafen zu können. Ein großer Unterschied – ich habe nämlich ein Gewissen.
Und doch habe ich eine Menge Fehler in meinem Blog gemacht. Es gab hier und da mal Ankündigungen, die sich nicht als erfüllt erwiesen haben. Das ist falsch, und das tut mir auch Leid. Manchmal verliere ich Dinge zu schnell aus den Augen.
Ich würde ja auch Besserung geloben, aber man soll nichts versprechen, was man nicht halten kann. Hat schon der Transporter gesagt.
Vielen Dank euch Allen!
Ja das meine ich ehrlich. Jeder Kommentar hier zeigt mir, dass nicht jeder so ganz den Glauben verloren hat. Und das es in der Tat jemanden interessiert, was ich schreibe.
Anlass ist der 1000 Kommentar. Sicherlich viel weniger als anderswo, aber mir ist jeder Besucher wichtig und ich freue mich über jede Diskussion.
Deshalb noch einmal – Vielen Dank an alle meine Leser und Besucher. Auch wenn ihr ruhig mal öfter den Like oder G+ Button drücken könntet. DIE SIND OBEN!!!
Der 1000-ste Kommentar war eines meiner bescheidenen Ziele für 2012. Ein heimliches. Aber jetzt kann ich es ja sagen.

Geld verdienen mit Social Media
Geld verdienen mit Texten






















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Done
Danke
War aber nur Spaß
Ein sympathischer Fehler – wie ich meine – also, bitte weiterhin Finger wund schreiben, testen, entwickeln etc. Falls Pflaster fehlen, die könnte ich liefern.
In der Regel sieht man sich immer zweimal im Leben. Die Abzocker bekommen irgendwann, irgendwo auch immer ihr Fett weg. Auch wenn’s dann manchmal nicht im direkten Zusammenhang erscheint. Davon bin ich überzeugt!
Grüße, Silke
P.S.: Und was das “liken” betrifft, tatsächlich kämen mir die Buttons unterhalb der Posts entgegen – anderen vielleicht auch?, die nach dem Lesen die Website dann auch schnell wieder zu neuen Ufern verlassen und das “liken” vergessen…
Huhu Silke,
danke für den Kommentar. Ich habe mir auch gedacht, dass die Buttons unten besser genutzt werden. Ist ja ein “Call to Action” Punkt.
Hab das im Design mal geändert. Und ja, ich werde mir wohl weiterhin die Finger wund schreiben.Auf das Angebot mit den Pflastern komm ich sicher bald zurück
LG
Huhu,
schöner Beitrag, trifft es ziemlich genau. Vor allem bei der Tapete musste ich mal laut loslachen.
Grüße
Danke, endlich sagt’s mal einer! Mir geht dieses “Kauf das, dann wirst du reich” so unfassbar auf die Nerven und ich kann ehrlich gesagt kaum glauben, dass da jemand ‘drauf reinfällt, aber das scheint ja irgendwie zu funktionieren.
Klar, den Traum vom schnellen Geld ohne Arbeit hat jeder, aber was offline nicht funktioniert, funktioniert nicht zwangsläufig online
@Moritz Ich habe bei der Vorstellung auch ein dickes Grinsen im Gesicht gehabt
@WobIntosh Kaum zu glauben, dass sowas von jemandem geschrieben wird, der das Gleiche Thema behandelt, oder? Aber ist doch so…