Der einzige Nachteil ist, dass auch die Einnahmen in den Keller rutschen, weil diese stark abhängig sind vom Traffic einer Seite. Das wirft natürlich die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, die Einnahmen noch weiter zu streuen, so dass wetterbedingte Kapriolen ausfallen. Sicherlich wird das nie ganz möglich sein, aber ein wenig Einfluss kann man da durchaus nehmen.
Das Ziel muss also sein, mit dem eigenen Blog Einnahmequellen aufzubauen, die nicht mehr vom Traffic abhängig sind. Das geht zum einen indem man die nahezu statischen Werte der Webseite nutzt und zum anderen durch das Anbieten von Dienstleistungen.
Wert des Blogs
Ein Blog hat immer einen gewissen Wert, vor allem, wenn er länger auf dem „Markt“ ist. Gerade die eingesessenen Blogs haben es leichter als andere sich zu vermarkten. Eben dieser Wert wird aber häufig unterschätzt und sicherlich auch völlig falsch eingeschätzt.
Woran macht man den Wert eines Blogs fest? Traffic fällt ja aus, weil wir davon ja wegkommen wollen. Es bleiben also nur die statistischen Werte wie Autorität, Pagerank, Backlinks und Verbreitung in den sozialen Netzwerken. Wer diese Werte gekonnt nach vorne treibt, der kann den inneren Wert seines Blogs um ein Vielfaches steigern.
Und warum?
Sicherlich ist das nützlich um sich in den Suchmaschinen weiter nach oben zu schieben. Aber auch für Werbekunden spielt die Verbreitung eine maßgebliche Rolle. Je besser ein Blog vertreten ist, je öfter er erwähnt wird, desto besser stehen für einen Werbekunden die Chancen dort qualifizierten Traffic zu bekommen und sein Produkt zu verkaufen.
Alle Werte, sind sie denn gut genug, lassen Einnahmequellen entstehen, die man zu Beginn der Bloggertätigkeit noch nicht zur Verfügung hat. Zum Beispiel:
- Verkauf von Backlinks
- Verkauf von Blogposts
- Direktvermarktung
Auf die einzelnen Punkte muss man nicht näher eingehen, da aber nicht jeder weiß, worum es geht, mache ich das trotzdem in aller Kürze.
Verkauf von Backlinks
Durch die Google Richtlinien eigentlich verboten, sind die Backlinks aber immer eine gern gesehene Währung im Internet. Backlinks zu verkaufen kann ein lukratives Geschäft sein. Anbieter wie Backlinkseller, Teliad, Everlinks, Buywords und LinkMads haben sich auf dieses Geschäft spezialisiert und bieten damit einen ersten Einstieg in die Traffic-unabhängigen Einnahmequellen.
Wie bereits erwähnt ist das aber mit Vorsicht zu genießen, denn Google mag es nicht und straft erkannte Käufer und Verkäufer gnadenlos ab.
Verkauf von Blogsposts
Das verkaufen eines ganzen Artikels ist ebenfalls eine sehr lukrative Strategie. Man schreibt für einen Festpreis einen Artikel, platziert dort einen Link, und bekommt nach Abschluss der Arbeit die Vergütung ausbezahlt. Sehr bekannte Anbieter sind hier Teliad, Everlinks, Ranksider, Rankseller und Trustlink.
Je nach Vereinbarung können die Links auch NoFollow sein, was natürlich nicht mehr gegen die Google Richtlinien verstößt, denn hier wird weder Power noch PR vererbt.
Allerdings ist man hier auch von einem guten inneren Wert des Blogs abhängig. Je besser dieser ist, desto eher wird man bei einer Bewerbung auch angenommen. Manche der Anbieter bieten nämlich die Möglichkeit sich auf ausgeschriebene Kampagnen zu bewerben. Wäre nur die Buchung durch den Kunden möglich, dann wären wir bei dieser Einnahmequelle auch wieder vom Traffic abhängig.
Direktvermarktung
Natürlich kann man auch selber tätig werden. Nicht jeder belegt die freien Werbeplätze des eigenen Blogs mit Adsense oder ähnlichen PPC Werbeblöcken. So kann man diese Werbeplätze auch an Firmen anbieten, die hier für ihr Produkt werben können.
Auf Blogverdiener.de zum Beispiel sind es die Sponsoren in der rechten Sidebar, die monatlich für die Buchung zahlen und so ein schönes Nebenbei Einkommen einbringen.
Bei der Direktvermarktung werde ich meistens angeschrieben, ob aktuell etwas frei ist. Die Vermarktung selber läuft automatisch über den Anbieter BlogAds, bei dem mittlerweile auch bezahlte Blogposts möglich sind.
Dienstleistungen anbieten
neben dem eigenen Blog als Einnahmequelle, kann man auch diverse Dienstleistungen anbieten. So kann ich zum Beispiel sagen, dass ich recht bin in Sachen Thesis Theme Programmierung. Eine solche Dienstleistung könnte ich anbieten.
Aber auch das Verfassen von Texten liegt mir, und das biete ich ebenfalls als Dienstleistung an. Bisher war dort zwar die Bezahlung mehr als schlecht, aber man soll ja nicht aufgeben.
Letztlich sollte man die Dienstleistungen nach dem eigenen Können anbieten. Es ergeben sich immer wieder Fälle, in denen man helfen kann und bei manchen Dingen lässt sich auch ein Konzept herausarbeiten. Ein solches Konzept kann durchaus dazu führen eine vernünftige Einnahmequelle aufzubauen.
Auch zu viel sollte man nicht anbieten, oder das zumindest gut planen, damit man sich nicht verzettelt oder bestenfalls sogar Aufträge ablehnen muss. Eine Dienstleistung kann man im Übrigen recht gut über eine Pressemitteilung bekannt machen. Wie man eine solche schreibt, ist in einer kurzen Artikelserie hier schon einmal zur Sprache gekommen. Diese wird aber noch ausgebaut. Ab und zu mal wieder reinschauen, oder mein RSS-Feed abonnieren, damit Du nichts verpasst.
Für die Dienstleistung eine Landing Page
Natürlich muss jede Dienstleistung auch dementsprechend präsentiert werden. Am besten eignet sich dafür eine Landing Page. Es gibt Leute, die haben so etwas echt drauf, ich persönlich mag es aber, wenn das Ganze immer irgendwie dem Blog treu bleibt. Aus diesem Grund sieht zum Beispiel meine Landing Page für Textaufträge dem Blog angepasst aus.
Manche Webmaster schwören außerdem auf eine ausgelagerte externe Seite. Das hat sicherlich eine Vielzahl von Vorteilen, aber ich mag es wie gesagt, wenn sich die Kunden auch mit meinem Blog identifizieren können. Gerade für Textaufträge finde ich das wichtig, weil ich keine Lust habe, mich sprachlich zu verbiegen.
Einnahmen unabhängig vom Traffic – Mein Fazit
Sicherlich ließe sich aus dieser Thematik auch eine ganze Artikelserie verfassen, aber ich glaube nicht, dass das nötig ist. Wichtig ist in meinen Augen den Wert des eigenen Blogs durch gute Artikel, Verbreitung in den sozialen Medien und anderen Aktivitäten zu steigern, so dass er über die zeit für Werbekunden und Backlinkverkäufer, aber auch für die komplette Nische interessant wird. Erst wenn man Konkurrenz hat, wird diese auch Backlinks und Artikel kaufen. Ich denke, das Neid hier eine starke Motivation ist.
Eine eigene Dienstleistung kann auch für Aufträge sorgen, wenn mal wenig im Blog los ist. Und Auftragsarbeiten können durchaus Spaß machen. Nur tut mir einen Gefallen und macht nicht den gleichen Fehler wie ich – verkauft euch nicht zu billig.
Damit macht ihr nicht nur eure eigene Motivation kaputt, sondern auch die Preise der anderen, die ja mit euch mithalten müssen, um nicht unter zu gehen.

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Neben dem Wetter liegt es auch an der Ferien- und Urlaubszeit.
Die Leute sind nicht nur draußen sondern auch weg.
Da wird es nach meiner Meinung auch mit der ein oder anderen Traffic unabhängigen Einnahmemöglichkeit schlechter.
So muss ich feststellen, dass bei den von dir erwähnten bezahlten Post, die Angebote auch zurückgehen.
Die betrifft sicher auch noch andere Einnahmenquellen.
Aber bisher ist ja noch jeder Sommer vorbeigegangen.
Hallo Sascha,
guter Artikel!Allerdings muss man dazu sagen, das auch die von dir angeführten Einnahme Methoden stark Traffic abhängig sind. Denn um seinen Blog direkt vermarkten zu können muss schon ein gewissen Besucher Pensum vorhanden sein. Genauo muss Traffic da sein um mit bezahlten Artikeln Geld verdienen zu können.
Allerdings wird man so etwas weniger abhängig von Google Adsense, das ist wohl richtig!
Grüße
Micha
@Thomas Ja Du hast recht – ist mir glatt entfallen, dass ja auch Urlaubszeit ist. Und ja, auch dieser Sommer geht rum. Bin gespannt wie der Winter so aussieht.
@Michael Danke für die Blumen. Du hast schon recht, aber manche Kunden buchen bei mir auch für längere Zeit und überbrücken so die Traffic schwachen Monate. Natürlich ist vorher schon ein gewisses Pensum vorhanden gewesen.
Was die bezahlten Artikel angeht kann ich da nicht konform gehen. Ich bekomme nach wie vor meine Aufträge. Mal mehr, mal weniger, aber eigentlich meist konstant.
LG
Sascha
“Wenn die Sonne die Besucher klaut…” , was für eine schöne Überschrift. Ich merke auch gerade, dass die Besucher lieber draußen oder im Urlaub sind und auch ich habe wenig Lust auf Bloggen.
Wir müssen mal wieder telefonieren, ich brauche mal ein bisschen Hilfestellung in Sachen WordPress Update.
Schönes Wochenende und liebe Grüße
Hallo Frau Chaosweib
Wenn Du Hilfe brauchst, dann einfach anrufen. Bin da und breit, äh bereit. Dir auch ein schönes Wochenende. LG
Ja, die Sonne. Böses Viech
Hallo Sascha,
aus deinen Beiträgen entnehme ich mir hier und da immer mal etwas, um an meinen Einnahmen zu schrauben.
Ich möchte mit meiner Seite keineswegs reich werden. Aber ich möchte meine Seite unabhängig von meinem Einkommen betreiben. Dazu gehört die Servermiete, der Bilderkauf, rechtliche Dinge etc. Das weißt du ja selbst. Darum möchte ich meine Einnahmen möglichst breit gefächert haben. Das klappt momentan noch nicht so wirklich.
Bisweilen habe ich an meinen Preisen gezweifelt. Darum eine konkrete Frage: Du schreibst, man soll sich nicht zu billig verkaufen. Was ist denn ein reeller Preis für einen bezahlten Post oder für einen gemieteten Link? Kann ich das irgendwo einsehen, z.B. anhand von Page Impressions kann der-und-der Preis verlangt werden?
Teliad gibt eine Preisempfehlung an. Und Trustlink oder so auch. Aber gibt es irgendwo öffentliche Listen?
Die bei mir gesetzte Werbung über Belboon und Zanox bringt jedenfalls nicht mal Dreck unter den Fußnägeln. Jedenfalls nicht bei mir. Ich habe diese Werbeart mittlerweile (Bannerwerbung) ganz ans Ende meiner Seite gepappt und werde mich wohl komplett davon lösen. Es sei denn, von irgendwoher kommt noch eine Erleuchtung, wie man die sagenhaften Einnahmen, die einem versprochen werden, denn generieren kann.
In der Zwischenzeit bin ich mal urlaubsreif.
Viele Grüße,
Henning
Hallo Henning,
danke, und freut mich, wenn Du meine Artikel umsetzen kannst. Da wäre vielleicht mal ein Frage Antwort Spielchen bezüglich des Nutzens und der Erfolge nett.
Das Du nicht reich werden willst, glaube ich nicht.
Aber die Problematik verstehe ich. Verzeih mir die kurze Beantwortung des Kommentars, aber ich fand das Thema derart interessant, dass ich dem gleich einen ganzen Artikel gewidmet habe. Ich hoffe er hilft Dir, falls nicht, einfach noch mal einhaken.
Hier zu finden: Wie kalkuliere ich meine Preise?
Urlaubsreif bin ich auch – aber ich kann mich zumindest jeden Tag ein zwei Stunden in die Sonne legen, sofern sie sich dann durchsetzen kann.
LG
Sascha
Ich kann das Phänomen, welches Du beschreibst, auf sehr vielen Projekten nachempfinden und alljährlich nervt der Sommer gehörig.
Allerdings habe ich umgedacht und das Prinzip verändert. Ich habe Seiten erstellt (eine davon dient in diesem Fall als “Website”), die unabhängig davon funktionieren. So habe ich Blogs oder eben Shops, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten punkten oder eben in der Ferienzeit funktionieren. Somit bilde ich letzten Endes einen recht soliden Jahresschnitt
beste Grüße und viel Erfolg weiterhin!
Hallo Jonas,
sich die verschiedenen Gegebenheiten des Jahres oder zu besonderen Ereignissen zu Nutze zu machen ist sicherlich eine kluge Strategie. Und vom Jahresschnitt her gesehen, mache ich mir auch nicht wirklich Sorgen. Dir ebenfalls viel Erfolg.
LG