Jetzt bin ich natürlich nicht so naiv zu glauben, dass man sich einfach mal an den Computer setzt und sofort Aufträge eingehen. Das ist quatsch, man muss schon etwas dafür tun.
Grundsätzlich führt mich der erste Weg immer zu den Portalen, auf die man auch trifft, wenn man unbedarft an die Sache heran geht. Als die alten Bekannten, wie PageWizz, PageBalls, Textbroker, Content.de, Texterjobs, und Bloggerjobs.
Texter-Portale sind ein Witz
Wie immer bekommt man eine Vielzahl von Angeboten zu den verschiedensten Texten, die man alle abarbeiten kann. Zusammengerechnet lag ich im durchschnitt bei 33 Texten um 100€ verdienen zu können. Ist es da ein Wunder, dass so viel Schund im Netz zu finden ist?
Da ich bei den meisten Portalen aufgrund meiner Tests ja noch Accounts habe, war die Zeit, die ich damit verbracht habe zum Glück nur von kurzer Dauer.
Das Ergebnis wie gesagt miserabel. Wer als Autor etwas verdienen will, der ist hier an der falschen Adresse.
Freelancer Portale – Der gleiche Mist
Ob man es glaubt oder nicht, das Dumping der Preise für Texter hat sich auch schon dorthin ausgebreitet. Ein Angebot habe ich gelesen, wo eine Agentur für 300 Texte á 500 Worte rund 2500€ bezahlen wollte.
Das macht Brutto aufgerundet 8,50€ pro Text. Mal davon abgesehen, dass dieser Auftrag innerhalb der vorgegebenen Zeit (noch 3 Wochen) von einem einzelnen Autor nicht zu bewerkstelligen ist, finde ich den Preis zwar besser als bei den Texter-Portalen, aber dennoch eine Frechheit.
Solche Aufträge sind selten. Aber 10 Texte für 100€ sind keine Seltenheit. Selbst wer schnell recherchiert, schnell schreibt und schnell korrigiert, kommt über einen Stundenlohn von unter „Tut schon weh“ nicht hinaus.
Ebenfalls ein miserables Ergebnis. Jobs für Texter über die Suche von Google zu finden scheint nahezu unmöglich zu sein.
“Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat” – Wilhelm Busch
Angebote der Autoren
In diversen Foren kann immer wieder nachgelesen werden, dass Autoren gesucht werden. Da habe ich auch ein wenig Zeit mit verbracht und mir mal die Angebote durchgelesen.
Mit einem Schmunzeln im Gesicht habe ich folgendes gefunden, und im nachhinein muss ich sogar darüber lachen:
Anfrage: Derjenige sollte über 18 sein und ein Gewerbe besitzen damit es beim Geldtransfer keine Probleme gibt.
Antwort: „Zum Preis von 1,5 Cent pro Wort kann ich Dir Content liefern.“
Und ob man es glaubt oder nicht – dem Fragesteller war das scheinbar noch zu teuer. Jetzt mal ehrlich, billiger ist nicht mal Indien (nicht falsch verstehen, bitte).
Noch ein Beispiel, diesmal vom Auftraggeber initiiert:
Guten Tag,
ich suche für einen Auftrag mehrere Texter zum Erstellen einfacher Texte. Es müssen 10 Texte umschrieben werden. Die Aufgabe ist sehr einfach und schnell zu erledigen. Wenn die Arbeit gut und pünktlich erledigt wurde, dann sind Folgeaufträge sehr wahrscheinlich. Die Texte werden relativ schnell benötigt. Ich suche 4-5 Schreiber
Ich biete 1 Cent pro Wort, weil man wirklich nicht viel Aufwand investieren muss. Ich freue mich über deine Bewerbung.
Was mich dabei immer so fasziniert ist, wie die Autoren ihre Zeit verramschen. Die Absicht des Fragestellers war klar: Er wollte Content haben und das per !Rechnung! Abrechnen. Nehmen wir also einmal an, er würde 10 Texte á 500 Worte beauftragen, ergo 5000 Worte. Der Autor bekommt dafür Brutto 75€ (oberes Beispiel). Und davon muss er dann Steuern und soziales abführen. Wenn ich mich in einem Thema nicht auskenne, Recherche und Korrektur noch mit einrechne, dann brauche ich für einen solchen Auftrag 5 Stunden. Rechne ich also die Stundenanzahl mit dem Lohn auf, dann komme ich auf einen Bruttostundenlohn von 15€.
Ziehe ich dann die Abgaben ab, bleiben mir bestenfalls zehn Euro. Lächerlich. Aber wie sollen die Preise auch steigen, wenn die Autoren sich selber unterbieten und Dumping betreiben? Geht nicht.
Ausweg aus der Misere
Zugegeben, ich interessiere mich auch brennend für dieses Thema. Ich schreibe leidenschaftlich gerne, und auch viel. Ich denke es gäbe keinen schöneren Job, als Texte zu schreiben, die vernünftig bezahlt sind.
Nur, mit den Angeboten, die so auf dem Markt sind, so wie ich sie gefunden habe, müsste ich Tag-täglich 10 Stunden am Rechner sitzen und mit Dragon Naturally Speaking in Rekordzeit Texte verfassen. Da hab ich keinen Bock drauf.
Die einzige Möglichkeit, die dann noch bleibt, ist ein eigenes Angebot zu erstellen und zu hoffen, dass sich hierüber einige Aufträge ergeben. Genau das habe ich gemacht. Ab sofort biete ich meine Dienste als Autor an. Aber nicht billig.
Ich habe dafür eine eigene Seite zu den Blogverdiener Textdienstleistungen erstellt und dort mal aufgeschrieben, was ich für einen Text haben möchte, und was man dafür bekommt. Mich. Natürlich ist mir vollkommen bewusst, dass viele Auftraggeber mit schallendem Gelächter die Seite schließen werden, weil ich eben nicht billig bin.
Warum auch 25€ für eine DinA4 Seite zahlen, wenn man für den gleichen Preis gleich 5 dieser Texte bekommen kann?
Ganz einfach – Es zählt nicht mehr die Quantität. Aber da kommen die schon noch dahinter.
Es bleibt die Frage, ob ein solches Angebot mit der richtigen Vermarktung eher angenommen wird. Nun gehöre ich nicht zu den Leuten, die sich auf den Berg stellen und schreien „Hier bin ich“. Dennoch glaube ich, dass es Möglichkeiten gibt, sich vernünftig zu vermarkten.
Meine Gedanken zur Vermarktung
Jetzt kommt der Knaller. Nix da Social Media und den anderen Kram. Bekannt wird man da zwar schnell, aber ich würde gerne einen Weg beschreiten. Gastartikel.
Ich habe mir einfach überlegt, dass ich Gastartikel verfasse. Kostenlos. Einzige Gegenleistung sind zwei Links. Einen zu meiner Startseite, mit meinem Keyword und einen zu meiner Dienstleistungsseite ebenfalls mit Keyword. Mir reicht da eine Autorenbox, extra im Content muss ein solcher Link nicht stehen.
Der Hintergrund ist folgender: Durch die überall verstreuten Texte habe ich eine große Reichweite und kann viele Menschen mehr erreichen, als wenn ich das nur über meinen Blog tun würde. Ich kann mich zu den verschiedensten Themen auslassen und mein Bestes geben. Das kommt irgendwann an. Und dann werden die Leute meine Texte haben wollen.
Ob hier der Wunsch Vater des Gedanken ist, bleibt abzuwarten. Ich werde auch mit andern Autoren beraten und mir einige Tipps holen. Ich bin durchaus der Meinung, dass gute Arbeit auch gut bezahlt werden kann. Niemand ist darauf angewiesen sich unter Wert zu verkaufen.
“Schreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben.” – Johann Wolfgang von Goethe
Zweiter Ausweg aus der Misere
Natürlich muss ich mich nicht nur darauf verlassen, dass irgendwann einmal ein Textauftrag über mein mittelmäßig angepasstes Kontaktformular hier eintrudelt. Ich kann auch noch viel mehr Arbeit investieren und mich zum Buch Autor aufschwingen.
Digitale Infoprodukte, E-Books, werden auch immer wieder gerne gekauft. Ein solches E-Book habe ich ja bereits verfasst und werde morgen auch darüber berichten. Allerdings trage ich hier das alleinige Risiko. Sicherlich habe ich mir über die Zeit, in der ich das Buch erstellt habe redlich Mühe gegeben.
Aber beim verkauf von E-Books ohne großartige Einbußen hinnehmen zu müssen, bin ich nun mal auf mich allein gestellt. Klar, ich könnte dafür via Affiliate Plattform hunderte Affiliates einspannen, aber das nicht ohne große Verluste hinnehmen zu müssen.
Wer jetzt sagt, dass 1000 Affiliates viel mehr Umsatz generieren als ich alleine, der hat recht. Sicherlich ist es für den Umsatz enorm viel besser mit Affiliates zu arbeiten. Aber leider gefallen mir die Modalitäten der Programme nicht. Deswegen scheidet das aus.
Ein eigenes Affiliate Programm ist aus zeitlichen Gründen derzeit noch ausgeschlossen. Aber vielleicht kann ich da im nächsten Jahr einmal drüber nachdenken.
Um aber zum Kern der Sache zurückzukommen. Ein Buch oder ein E-Book zu verkaufen, ist wesentlich mehr Zeit von Nöten. Die Erstellung dauert ewig und die Vermarktung ist nicht leicht. Dafür hat man aber ein passives Einkommen aufgebaut, wenn der Verkauf erst einmal angerollt ist.
Sicherlich ein erstrebenswerter Weg und ein gute bezahlter Texterjob. Auch darüber werde ich berichten.
Gute bezahlte Texterjobs – Mein Fazit
Die Suche nach gut bezahlten Jobs für Texter hat sich als Fehlschlag erwiesen. Aber im Internet wird immer gesagt, „Das“ was nicht da ist, muss gemacht werden. Also mache ich mir einen solchen Job. Portale kann ich vergessen, da ärgere ich mich nur darüber, dass meine Texte nicht vernünftig bezahlt werden.
Ich gehe meinen eigenen Weg und bastle mir ein Unternehmen Das Unternehmen Textdienstleistung. Ich kann nicht mal abschätzen ob ich damit auf die Nase falle oder nicht, aber den Versuch ist es mir Wert. Sicherlich sind Preise gesalzen, im Vergleich zum Rest. Aber wer meinen Blog kennt, der weiß, was er dafür bekommt.
Ihr könnt mich also ab sofort als Autor für eure Blogs ordern. Es wäre schön, wenn der Eine oder Andere Auftrag zustande kommt, und ich darüber berichten kann. Wer noch Ideen zur Vermarktung hat, die er mir mitteilen kann, immer her damit. Ich freue mich über jeden Kommentar!

Geld verdienen mit Social Media
Geld verdienen mit Texten






















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Tja schöner Artikel, aber leider wird das nichts bringen. Wo ein Überangebot da ist, da werden eben die Preise gedrückt. Aber ich denke das die meisten Auftraggeber eben keine guten und aufwendig recherchierten Texte suchen, sondern nur irgend einen Schund um Google ein bisschen Content zu bieten. Und sowas gibts halt wie Sand am Meer.
Leute die gute Artikel suchen, werden auch einen guten Preis bezahlen, aber die muss man erst mal finden.
Hallo Michael,
ja leider muss ich Dir da recht geben. Ich sag nur immer, was man nicht anbietet kann man nicht verkaufen. Und ich bin fest der Überzeugung, dass Google die Content Spammer demnächst auch unter die Lupe nimmt. Und – ich kann ja mal ein bisschen suchen. Letztlich wird es darauf hinaus laufen, dass Autoren am Besten bezahlt sind, wenn sie einen eigenen Blog haben
LG
Sascha
Sasche, wäre da nicht ggf. eine Mitgliedschaft beim Texterverband – Fachverband freier Werbetexter e. V. etwas für Dich: http://www2.texterverband.de/index.html
Sehr aufschlußreich ist auch der von denen regelmäßig veröffentlichte “Marktmonitor Werbetext”. Er informiert über in der Branche gezahlte Honorare für mehr als hundert typischen Text- und Konzeptionsleistungen und Wissenswertes rund ums Texten und um Texter.
Hallo Silke,
vielen Dank für den Link. Hab da reingeschaut. Ist in der Tat interessant und ich denke ich werde mich dort bewerben und vorab einlesen.
LG
Sascha
Bezahlte Blogartikel sind ja nicht unbedingt was neues. Aber ich kann mich an einen Blogartikel erinnern, der bemängelt hat, dass Firmen die Frechheit besitzen würden, weniger als 100 €/Artikel zu bezahlen. Ich habe auch die eine oder andere Bewerbung laufen, um einen bezahlten Artikel zu ergattern. Aber wahrscheinlich ist mehr als 40 €/Artikel nicht drin.
Und da kann man noch so sehr recherchieren und Korrektur lesen bis zum Erbrechen. Rechtschreib- und Grammatik-Entgleisungen darf man sich da erst gar nicht erlauben. Und mehr als die 40 €/Beitrag sind nicht möglich – zumindest für mich nicht.
Da ich einen Job habe, bin ich nicht so erpicht auf einen Texterjob bei irgendeinem Texterportal. Aber ich denke, meine Artikel bieten einiges an Mehrwert, und den kann man auch vernünftig bezahlen.
Mit anderen Worten, gut bezahlte Artikel sind sehr rar. Auftraggeber wollen alles für lau haben. Ich kann das gewissermaßen nachvollziehen.
Hallo Henning,
erst mal Danke für Deinen Kommentar. Was die bezahlten Blogartikel angeht, kann ich das durchaus nachvollziehen, dass sich darüber geärgert wird, dass weniger als 100€ bezahlt werden. Schließlich bekommt die Firma dafür meistens 1-2 dauerhafte Backlinks und das aus einem themenrelevanten Umfeld, meist über Jahre hinweg. Versuch einen solchen Link einmal zu kaufen.
Die Jobs für Texter sind aber weniger mit bezahlten Blogartikeln verbandelt. Vielmehr geht es da um das “Ghostwriting”. Jemand beauftragt Dich einen Text für ihn zu verfassen und die Gegenleistung ist eine Entlohnung. Kein Backlink, kein Hinweis darüber, dass Du der Autor bist. Also eine Einmalzahlung. Und da noch den Preis zu dumpen und sich von Kids für 5€ bedienen zu lassen, dass dann auch für erfahrenere Texter vorauszusetzen ist das, was mich zur Weißglut bringt.
LG
Sascha