Die Absprungrate wird von Google Analytics gemessen. Dabei sind verschiedene Kriterien der Messung für die Erhöhung verantwortlich. Ein Besucher Beispielsweise, der von Twitter auf meinen Blog kommt liest einen Artikel. Ob er zufrieden ist oder nicht lasse ich mal außer Acht, aber er wird sich vermutlich nur diese eine Seite anschauen. Anschließend verlässt er meinen Blog ohne eine weitere Seite anzusehen. Damit erhöht er die Bounce Rate.
- Besucher die nicht länger als 10 Sekunden bleiben erhöhen die Bounce Rate
- Eine einzige Seite zu besuchen und den Blog zu verlassen erhöht ebenfalls die Absprungrate
Nehmen wir also einmal an, der Artikel hat unserem Twitter Follower gefallen. Dennoch erhöht er die Bounce Rate, weil er nur eine Seite ansieht. Das aber kann man ändern.
Google Analytics – Messmethode ändern
Da im genannten Fall offenbar der Fehler nicht bei meinem Besucher liegt muss er bei Google liegen. Ich kann schließlich den Follower nicht zwingen sich mehrere Artikel anzuschauen. Aber ich kann Google eine bessere Methode vorschlagen.
Dazu erweitert man einfach den Google Analytics Code um die folgende Zeile:
Im gesamten sieht der Code dann jetzt folgendermaßen aus.
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXX-X']);
_gaq.push(['_trackPageview']);
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
setTimeout('_gaq.push([\'_trackEvent\', \'NoBounce\', \'Over 10 seconds\'])',10000);
(function() {
var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();
</script>
Also eine recht einfache Methode um die Bounce Rate bereits ein kleines Stück zu senken. Damit aber nicht genug. Es gibt noch weitere Möglichkeiten die Absprungrate positiv zu beeinflussen.
Inhaltliche Veränderungen
Die Bounce Rate zu senken ist das Ziel. Auch inhaltlich kann der Blog ein wenig getrimmt werden. Ein paar Punkte habe ich notiert, die den Besucher zu einem zweiten Klick bewegen können:
- Der berühmte erste Eindruck: Ein schönes Design macht den ersten Eindruck aus. Ein schlechtes Design kann dafür sorgen, dass der Besucher keine Lust hat Deine (eventuell sehr guten) Inhalte zu lesen.
- Übersichtliches Layout: Besucher wollen sofort wissen worum es im Artikel geht ohne viel zu lesen. Nutze Überschriften, Listen und andere Elemente.
- Interne Verlinkung: Immer und überall liest man genau das. Präsentiere Deine anderen Artikel. Es gibt diverse Widgets und Plugins die das übernehmen. Ähnliche Artikel, am meisten gelesen usw.
- Übersichtliche Navigation: Die Navigation sollte nicht versteckt werden. Je leichter zugänglicher sie ist desto eher wird sie auch genutzt.
- Überschriften: Die Überschriften sollten das widerspiegeln, was auch im Artikel geboten wird. Es gibt nichts was mehr enttäuscht als ein falsches Versprechen.
- Ladezeit: Die ist nicht nur ein Ranking Faktor. Lang ladende Seiten sind für die Besucher auch nicht besonders schön. Daran kann man arbeiten. Zum Beispiel mit Cache Plugins.
Deine Besucher solltest Du auch ein wenig steuern. Fordere sie auf bestimmte Dinge zu tun. Darauf möchte ich im nächsten Punkt etwas detaillierter eingehen.
Besucher anleiten
Wenn ein Besucher eine weitere Seite anwählt, dann sinkt die Bounce Rate. Damit aber ein weiterer Artikel vom Besucher als interessant empfunden werden kann, muss er zunächst einmal gesehen werden. Hier kann also interveniert werden.
Dem Leser muss es gesagt werden, WO er als nächstes hin klicken soll, sonst browsed er/sie vielleicht wild darauf los und wir verlieren einen potentiellen Besucher zu unseren anderen Seiten. Dabei mögen Blogger ja die Automatisierung. Deswegen ist eine Gestaltung der „ähnlichen Artikel“ unter den Beiträgen auch unerlässlich.
Einige Beispiele:
Ich habe schnell einige Bilder gemacht und diese zu einer Strecke zusammengefasst. Hier sieht man die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten der „ähnlichen Artikel“.
Die Paten für die Bilder sind folgende:
- gruenderszene.de
- der-postillon.com/
- allfacebook.de
- selbstaendig-im-netz.de
- stadt-bremerhaven.de
Weitere 5 Tipps
Noch einmal 5 Tipps habe ich bereits früher schon einmal beschrieben. Lies bitte auch diesen Artikel.
5 Tipps um die Absprungrate zu minimieren – Bounce Rate im Griff
Traffic ist wohl der bedeutendste Faktor für den Erfolg eines Blogs. Die Bounce Rate, also die Absprungrate zu minimieren ist sehr schwer, aber nicht unmöglich. Ein paar Tricks, die bei mir sehr gut funktioniert haben, möchte ich euch hier mal zeigen…
Manuelle Verlinkung
In einer meiner letzten Artikelserien habe ich die manuelle Verlinkung etwas intensiviert. Dazu habe ich eine Box erstellt, wie sie auch unter diesem Artikel zu finden ist und habe dort alle Artikel, die zum Thema passen manuell verlinkt. Sicherlich eine sehr aufwendige Sache, aber das kann sich meinem Erachten nach durchaus lohnen. Der Besucher bekommt so direkt alle Informationen noch im Artikel serviert. Mit einem Beispiel dieser Verlinkung möchte ich auch diesen Artikel beenden.
Bounce Rate im Blog – Fazit
Wenn man sich ein wenig mit solchen Faktoren beschäftigt, kann man den eigenen Blog für die Besucher noch viel interessanter gestalten. Zudem ist eine Verringerung der Absprungrate ein direkter Einfluss auf das Ranking. Ich weiß nicht, wie viel Einfluss die Bounce Rate hat, aber je positiver dieser letztlich ist, desto besser.
» Was ist die Bounce Rate? Erklärung des Begriffs im Glossar
» 5 Tipps um die Absprungrate zu minimieren
» Die Bounce Rate im Blog senken – Absprungrate als Ranking Faktor
» Bounce Rate – Absprungraten auf Produktseiten verringern

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Das ist wirklich enorm interessant, bis jetzt habe ich mich, Traffictechnisch, immer nur darauf fokussiert wie ich möglichst viele Leute AUF meine Seite bekomme, warum sie eventuel gehen und wie ich das verhindern kann war mir noch gar nicht so deutlich klar, vielen Dank, das werde ich sofort nutzen!
lg Sebastian
Hallo Sebastian und Danke für Deinen Kommentar!
Ich habe mir Deine Seite einmal angesehen. Inhaltlich hast Du ja schon einiges zu bieten in Deinem sehr speziellen Thema. Wenn Du Probleme mit der Bounce Rate hast, dann würde ich Dir empfehlen Dein Design ein wenig aufzupeppen. So könntest Du beispielsweise Deine “ähnlichen Artikel” mit Bildern (Thumbnails) versehen.
Es gibt noch weitere Kleinigkeiten, aber ich denke nicht mal, dass Du wirkliche Probleme mit der Absprungrate hast, weil Deine Artikel für die Zielgruppe sicherlich ALLE interessant sind.
VG
Sascha
Hi Sascha,
danke für deinen Post.
Jedoch muss ich schreiben, dass Goggle keinen Fehler macht. Denn auch wenn Google nur die eine Art verfolgt die Bounce Rate zu messen (ein Seitenaufruf) heißt es nicht, dass die andere Art (10 Sek.) in den Ranking Algo. eine Rolle spielt bzw. in dieser Zeitspanne eine Rolle spielt.
Natürlich spielt die Bounce Rate eine Rolle in dem Ranking ALgo, aber das Zeitintervall muss man genauer untersuchen um eine Aussage treffen zu können.
ZUdem musst du noch messen wie die Bounce Rtae der Keywords zur Konkurrenz stehen.
Und du musst messen, was die User machen, wenn Sie deine Seite verlassen.
All das und vieles mehr spielt im Bezug auf die Bounce Rate ein Rolle
Lg Armin