Vor der Gründung eines Unternehmens ist es wichtig zu wissen, welche Versicherungen benötigt werden. Um diese Wissenslücke zu schließen, dient der nachfolgende Text als Informationsquelle für zukünftige Unternehmen.
- Die Krankenversicherung: Um ein Unternehmen zu gründen, müssen Selbstständige eine Krankenversicherung abschließen. Dabei kann zwischen der gesetzlichen und privaten Versicherung gewählt werden. Sollte der Gründer des Unternehmens schon in einer gesetzlichen Krankenversicherung sein, so kann er weiter seine Beiträge zahlen. Die Beiträge, welche zu zahlen sind, richten sich nach dem Einkommen und nach dem festgelegten Prozentsatz. Aber auch die private Versicherung kann für den Gründer von Interesse sein. Denn diese richtet sich nicht nach dem Einkommen, sondern hängt unter anderem vom Alter und vom Geschlecht ab. Daher kann es sein, dass die private Krankenversicherung billiger ist, als die gesetzliche.
- Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Für die Gründung eines Unternehmens ist die Berufsunfähigkeitsversicherung absolut von Nöten. Diese Art von Versicherung zählt heutzutage zu den wichtigsten und sollte relativ zügig abgeschlossen werden. Ohne die Berufsunfähigkeitsversicherung besteht dem Gründer unter anderem nur einen Anspruch auf die staatliche Rente. Die Beitragshöhe richtet sich, wie schon bei der privaten Krankenversicherung, nach dem Alter und sonstigen zusätzlichen Leistungen.
- Die Unfallversicherung: Die Unfallversicherung kommt, im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung, nur für Unfälle auf. Daher ist diese Art von Versicherung schon für relativ geringe Beiträge abzuschließen. Im Zuge der Unfallversicherung ist auch der Zusammenhang zur Berufsgenossenschaft zu erwähnen. Hier besteht die Möglichkeit, eine freiwillige Versicherung abzuschließen, welche auch einen Schutz vor eventuellen Berufskrankheiten bietet.
- Die Haftpflichtversicherung: Die Haftpflichtversicherung splittet sich in mehrere Bereiche. Daher ist es immer von Nöten, genauere Informationen einzuholen. Im Allgemeinen kommt die Haftpflichtversicherung immer dann zum Tragen, wenn ein Mitarbeiter des Unternehmens eine Verletzung zustößt. Die Produkthaftpflichtversicherung beispielsweise schützt vor Sach- und Personenschäden im Unternehmen. Des Weiteren gibt es einige Berufsgruppen, bei denen die sogenannte Berufshaftpflichtversicherung von Nöten ist. Dazu zählen unter anderem Architekten, Rechtsanwälte und Ärzte.
- Die Rechtsschutzversicherung: Ob die sogenannte Rechtsschutzversicherung unbedingt von Nöten ist, hängt von der jeweiligen Art des Unternehmens ab. Diese Art der Versicherung schützt in erster Linie vor hoch ausfallenden Gerichts- und Anwaltskosten. Allerdings ist zu beachten, dass die Rechtsschutzversicherung nicht das Risiko von Schadensersatzansprüchen und präventive Rechtsberatungen abdeckt.
- Die Rentenversicherung: Die Rentenversicherung ist zwar, wie schon die Rechtsschutzversicherung, nicht bei allen Berufsgruppen notwendig, dennoch ist sie ein wichtiger Bestandteil bei der Gründung eines Unternehmens. Diese Art der Versicherung ist für diejenigen Berufsgruppen Pflicht, welche einer sogenannten Zulassungspflicht unterstehen. Dazu zählen im allgemeinen Lehr- und Heilberufe, wie zum Beispiel der Beruf des Heilpraktikers. Andere Berufsgruppen haben jedoch die Möglichkeit, freiwillig in die Versicherung einzutreten. Zu den Formen der Rentenversicherung zählt zum Beispiel die bekannte “Riester-Rente”. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass der Erwerb dieses Anspruchs innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Unternehmensgründung erfolgen muss.
Neben den oben erwähnten Versicherungen, welche sich im Laufe der Jahre als die wichtigsten herauskristallisiert haben, gibt es noch etliche andere Versicherungen, welche gerade für größere Unternehmen interessant sein können. Je nach Art des Unternehmens und der möglichen Schadenshöhe können folgende Versicherungen berücksichtigt werden, welche in kurzen Worten erklärt werden:
- Die Betriebskostenversicherung: Dieser Art der Versicherung sichert den Gründer des Unternehmens gegen anfallende Kosten im Krankheitsfall ab. Gegen den Gründer kommen die laufenden Betriebskosten zu, wenn dieser krank sein oder einen Unfall erleiden sollte. Jedoch lasten Miete, Zinsen und Löhne weiter auf den Schultern des Gründers.
- Die Geschäftsinhaltsversicherung: Die Geschäftsinhaltsversicherung umfasst die wichtigsten Risiken, welche den Geschäftsbetrieb maßgeblich beeinflussen können. Die Versicherung leistet unter anderem bei folgenden Schäden Ersatz: Brand, Blitzschlag, Einbruch, Vandalismus, Sturmschäden etc.
- Die Elektronikversicherung: Die Elektronikversicherung versichert das Unternehmen gegen Hard- und Softwareausfälle. Fällt zum Beispiel die Telefonanlage, die EDV oder Telepresence Anlage des Unternehmens aus, oder der Virenscanner versagt, so springt die Elektronikversicherung ein. Da diese Ausfälle meist hohe Kosten mit sich bringen, ist die Elektronikversicherung auf jeden Fall lohnenswert.
- Die Forderungsausfallversicherung: Diese Art der Versicherung kann als Zusatz zur Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Die Forderungsausfallversicherung tritt dann in Kraft, wenn der Versicherte von jemandem geschädigt wird, der selbst nicht versichert ist und den Schaden nicht eigenständig begleichen kann.
Fazit zum Versicherungscheck
Häufig gibt es auch einige Varianten für Unternehmen, bei dem verschiedene Versicherungen in einem Paket angeboten werden. Vor der Gründung eines Unternehmens ist auf jeden Fall die genaue Information über die verschiedenen Versicherungen notwendig. Des Weiteren ist es enorm wichtig, die Versicherungen vor der Gründung eingehend zu vergleichen, um möglichst keinen finanziellen Nachteil zu haben. Bei der heutigen Vielzahl der angebotenen Versicherungen bleibt der letztere Schritt nicht aus.

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Wenn man das so liest, dann muss man ja erstmal jede Menge Geld verdienen um überhaupt die Versicherungen bezahlen zu können.
Naja, ich finde aber schon, dass man sich über solche Dinge eben im Klaren sein sollte. Wenn man blauäugig einfach ein Gewerbe anmeldet und beginnt zu arbeiten, kann das zwar genauso gut gehen, aber wenn es dann mal kracht, kann das teuer werden.