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Gesellschaftsform Kleinunternehmer – Die Kleinunternehmerregelung

1. April 2012

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Wer bei der Wahl der Gesellschaftsform für das eigene Unternehmen die Kleinunternehmerregelung in Betracht zieht, sollte sich natürlich darüber informieren. Dieser Artikel soll die grundlegenden Dinge über diese Regelung vermitteln.

Im Grunde genommen ist diese Art der Unternehmung an Vereinfachungen gekoppelt um die Bürokratie zu vermindern. Vor allem die Umsatzsteuer betreffend hat die Kleinunternehmerregelung enorme Vorteile gegenüber den anderen Gesellschaftsformen. Ein Kleinunternehmer zahlt keine Umsatzsteuer an das Finanzamt und darf im Umkehrschluss auch keine Vorsteuer geltend machen.

Als Kleinunternehmer darf und muss auf den ausgehenden Rechnungen keine Umsatzsteuer angerechnet werden. Wer als Kleinunternehmer Rechnungen selber schreibt, sollte wissen, dass auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer auf der Rechnung erscheinen muss.

Ein Unternehmer wird als Kleinunternehmer eingestuft, wenn er nur geringe Umsätze erwirtschaftet. Im Gründungsjahr sind das nicht mehr als 17.500€ und in den Folgejahren darf der Gewinn 50.000€ nicht überschreiten. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind akzeptiert das Finanzamt eine Versteuerung nach der Kleinunternehmerregelung. Ein Kleinunternehmer muss keine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben.

Als Gründer sollte man auch wissen, dass man die Einnahmen des Gründungsjahrs schätzen muss und dem Finanzamt gegenüber glaubhaft darlegen muss. Wenn der Umsatz 17.500€ übersteigt, dann kann die Kleinunternehmerregelung von vorneherein nicht beansprucht werden.

Beispiel der Kleinunternehmerregelung

Ein Beispiel: Wir gründen am 01.06.2011 ein Unternehmen. Am 31.12.2011 stellen wir fest, dass unser Umsatz für das Jahr 2011 genau 8000€ beträgt. Um nun zu ermitteln, ob wir die Kleinunternehmerregelung weiterhin anwenden können, müssen zwei Dinge erfüllt sein:

  1. Wir haben die 17.500€ nicht überschritten
  2. Der geschätzte Umsatz im nächsten Jahr liegt unter 50.000€

Für das aktuelle Jahr müssen wir den Umsatz hochrechnen, da wir ja nur ein halbes Jahr gewerblich tätig waren. Dazu teilen wir den Umsatz durch die Anzahl der gearbeiteten Monate und multiplizieren diesen Wert mit 12.

8000€ / 6 Monate * 12 Monate ergibt genau 16.000€.

Damit liegen wir unterhalb der festgesetzten Grenze. Können wir nun dem Finanzamt glaubhaft vermitteln, dass im Folgejahr keine 50.000€ Umsatz erreicht werden, bleiben wir Kleinunternehmer.

Achtung! Es zählt der Umsatz, nicht der Gewinn! Ausgaben können nicht mit eingerechnet werden.

Kleinunternehmer im Video erklärt

Das Gründerlexikon hat ein recht gutes Video erstellt, dass erklärt wie die Kleinunternehmerregelung zustande kommt. Viel Spaß beim ansehen.



Als Kleinunternehmer hat man aber auch die Möglichkeit Umsatzsteuer zu berechnen. Man entscheidet sich in diesem Fall bewusst gegen die Regelung und muss dies auch dem Finanzamt mitteilen. Diese Erklärung ist für fünf Jahre bindend. In dieser Zeit unterliegen die Umsätze den allgemeinen Regeln des Umsatzsteuergesetzes. Rechtsgrundlage: § 19 Abs. 1 und 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG)

Rechnungen schreiben

Auch ein Kleinunternehmer ist bei der Erstellung von Rechnungen an gesetzliche Regelungen gebunden. Da dieses Thema umfangreich ist, habe ich dazu einen Artikel verfasst, in dem auch eine Vorlage und eine Musterrechnung heruntergeladen werden können. Rechnungstellung für Kleinunternehmer und Musterrechnung

Buchführung als Kleinunternehmer

Als Kleinunternehmer und auch als Freiberufler mit Kleinunternehmerregelung hat man die Möglichkeit eine vereinfachte Buchhaltung zu führen. Wie diese Buchführung für Kleinunternehmer aussieht habe ich ebenfalls in einem gesonderten Artikel beschrieben.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Der vereinfachte Jahresabschluss für Kleinunternehmer. Wie diese EÜR aussieht und wie man sie erstellt ist Thema des Artikels Kleinunternehmer – Einnahmen Überschuss Rechnung erstellen.

Die Kleinunternehmerregelung hat aber bei weitem nicht nur Vorteile. Gerade im Gründungsjahr ist sehr nachteilig, das eventuelle Anschaffungen für das Gewerbe nicht steuerlich geltend gemacht werden können. Das sollte man bei der Wahl der Gesellschaftsform in jedem Fall bedenken.

Zudem können Unternehmen schnell das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Kleinunternehmers verlieren, wenn sie auf den Rechnungen sehen, dass dieser keine 17500€ Umsatz pro Jahr erreicht. Ein schlechter Ausgangspunkt für eventuelles Marketing.

Kleinunternehmer – Fazit

Die Wahl sich als Kleinunternehmer einstufen zu lassen hat in meinen Augen große Vorteile, wenn man nicht mit großen Anschaffungen im Gründungsjahr rechnen muss. Ist das Inventar für das Gewerbe schon vorhanden, beispielsweise ein Computer für einen Blogger, dann ist die vereinfachte Buchführung und die steuerlichen Richtlinien gerade für Anfänger erheblich leichter.

Ist man mit der Materie der Einnahmen-Überschuss Rechnung vertraut, und weiß wie die Buchführung ordentlich geführt wird, kann man sich in den meisten Fällen sogar den Steuerberater sparen.

Sollte die Kleinunternehmerregelung für Dich nicht infrage kommen, findest Du im Artikel Rechtsformen einen Überblick über weitere Möglichkeiten.

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Highlights

  • Geld verdienen im Internet mit Beispielen zu Belegen gehört sicherlich zu den Highlights hier im Blog. Hin und wieder starte ich 30 Tage Tests, in denen mehrere Anbieter der gleichen Branche gegeneinander antreten müssen. So zum Beispiel Februar 2013. Für diesen Monat gibt es die Mini Verdienst Challenge, in der ich diverse Anbieter, mit denen auf Facebook Geld verdienen möglich ist, gegeneinander antreten ließ. Das Ergebnis ist eine Seite hier im Blog, die alle Details haarklein auflistet und einige Anbieter für jedermann empfiehlt.

    So kann sich auch die Hausfrau einen netten Nebenverdienst aufbauen, ohne vorher teure Produkte zu kaufen oder anders auf die Nase zu fallen.

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    Das dritte erwähnenswerte Highlight sind Tutorials, in denen ich mich mit dem Thesis Theme, CSS3, HTML5 und Wordpress auseinander setze. Hier kann vieles für andere Blogs adaptiert werden.

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