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Gründungszuschuss für Arbeitslose – Selbstständig mit Unterstützung

8. März 2012

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Dieser Artikel beschreibt den Gründungszuschuss der Arbeitsagentur. Wann wird er gewährt? Wer entscheidet darüber? was benötige ich für die Beantragung?

Unter gewissen Voraussetzungen kann man sich aus der Arbeitslosigkeit heraus mit einer Förderung der Arbeitsagentur selbstständig machen. Dabei haben sich im Jahr 2012 ein paar Neuerungen ergeben. Die Beantragung der Förderung als solche ist zwar nicht erschwert, aber die Gewährung ist zu einer Ermessensentscheidung der Arbeitsagentur geworden.

Der Vorteil einer solchen Förderung liegt darin, dass man trotz Selbstständigkeit eine gewisse finanzielle Absicherung erhält. Gerade für einen Gründer kann diese Absicherung schon man das gesamte Unternehmen retten, denn nicht direkt von Beginn an sind die Einnahmen entsprechend hoch genug, um davon leben zu können.

Mir persönlich gefällt diese Förderung recht gut. Obwohl die Staatskassen leer sind, und die Beantragung immer schwerer wird, sollte man gerade wenn man ein Unternehmen gründen möchte auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Gründungszuschuss – Aufbau

Der Gründungszuschuss wird insgesamt für maximal 15 Monate gewährt und setzt sich aus zwei Abschnitten zusammen.

Abschnitt 1 – Neun Monate
Der erste Abschnitt dauert genau neun Monate. Dem Gründer wird das normale Arbeitslosengeld I bezahlt. Zusätzlich erhält er eine monatliche Pauschale in Höhe von 300 €, mit der die Sozialabgaben gedeckt werden sollen. Je nach Alter des Gründers, können aber schon die Kosten für die Krankenkasse diese Pauschale komplett aufbrauchen. Damit der Gründungszuschuss überhaupt gewährt werden kann, müssen gewisse Papiere vorgelegt werden. Zum einen ist das ein Business Plan, den man selber erstellen muss. Zusätzlich verlangt die Arbeitsagentur eine Rentabilitäts- und einen Liquiditätsrechnung, die man sich aber vom Steuerberater erstellen lassen kann.

Zuschuss nur noch bei guter Laune des Sachbearbeiters?

Abschnitt 2 – Sechs Monate
Im zweiten Abschnitt, der einen Zeitraum von sechs Monaten umfasst, wird nur noch die Pauschale von 300€ gezahlt. Für diesen zweiten Abschnitt ist aber in der Regel ein extra Antrag fällig, denn die Arbeitsagentur verlängert die Förderung nicht automatisch. Dazu kommt, dass die letzten sechs Monate der Förderung im Ermessen des Sachbearbeiters liegen. Dieser muss abschätzen ob der Gründer dieser Förderung überhaupt beanspruchen darf. Auch hier sind wieder spezielle Papiere erforderlich, wie ein Nachweis über die unternehmerischen Tätigkeiten und ein Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung. Auch hier zieht man am besten einen Steuerberater zu Rate.

Voraussetzungen für den Gründungszuschuss

Der Gründungszuschuss kann nur dann beantragt werden, wenn ein gewisser Restanspruch auf Arbeitslosengeld I besteht. Derzeit sind das 90 Tage. Es ist allerdings eine Erhöhung dieser Frist auf 180 Tage im Gespräch. Der Sachbearbeiter der Arbeitsagentur kann den Restanspruch mit dem Gründer zusammen ausrechnen.

Bevor man einen Gründungszuschuss beantragt, sollte man sich um die benötigten Papiere kümmern. Dazu gehört ein möglichst gut ausgearbeiteter Businessplan, sowie die restlichen geschäftlichen Papiere, die man sich bei seinem Steuerberater erstellen lassen kann.

Die Beantragung ist zu einer Bewerbung wie für ein Unternehmen geworden?

Auch Angestellte haben Anspruch auf den Gründungszuschuss. Da diese sich noch in einem Arbeitsverhältnis befinden, das in den letzten 24 Monaten insgesamt zwölf Monate ausgeübt werden muss, besteht von vornherein ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

Tipps für die Förderung

Eine gute Vorbereitung ist absolut notwendig. Da es im Ermessen des Sachbearbeiters liegt, eine solche Förderung zu gewähren, sollte man sich auch entsprechend seinem Gewerbe präsentieren. Letztlich läuft die Beantragung eines Gründungszuschusses wie eine Bewerbung ab. Je besser man sich und sein Unternehmen verkauft desto eher kann man den Sachbearbeiter davon überzeugen, dass dieses Unternehmen Früchte tragen wird. Ein Sachbearbeiter wird nur dann einen Gründungszuschuss gewähren, wenn er davon überzeugt ist, dass die Unternehmung den Gründer finanziell unabhängig machen kann.

Fazit zum Gründungszuschuss

Gerade für Gründer im Webbereich, die sich anfangs erst einen Namen machen müssen, ist eine solche Förderung sicherlich eine sinnvolle Möglichkeit, um sich finanziell abzusichern. Selbst wenn das Unternehmen mit Ablauf der Förderung es nicht schaffen sollte auf eigenen Beinen zu stehen, muss man sich keine Sorgen um die Rückzahlung des Gründungszuschusses machen.

Wer freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzahlt kann Arbeitslosengeld I beantragen, sollte das Unternehmen sich nicht rentieren.

Von vornherein einplanen sollte man auch die möglichen Versicherungen, die man als Selbstständiger in seinem Bereich benötigt. Diese können recht teuer werden, und meistens reicht die Pauschale nicht aus um diese zu bezahlen. Eine Übersicht über die möglichen Versicherungen habe ich auf der Seite Versicherungen für Selbständige zusammengestellt.

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