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Professionell Texten bedeutet kundenorientiert schreiben

8. Februar 2012

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Im ersten Artikel zum Thema professionell schreiben möchte ich ganz kurz auf die eigentliche Philosophie eingehen. Vor allem soll geklärt werden, was kundenorientiertes Schreiben überhaupt bedeutet.

Denkt man zurück an die Schule, dann erinnert man sich an die Oberstufe des Gymnasiums, und an den Deutschunterricht. Dort war die Bearbeitung und Interpretation von Texten nie ganz einfach. Texte von Goethe, Schiller und anderen deutschen Dichtern waren Referenztexte für gutes Deutsch.

Erinnert euch mal bitte ehrlich zurück. Wie viele von euch haben jeden Text den diese hervorragenden deutschen Dichter geschrieben haben, in jeder Einzelheit behalten? Wenn ich ehrlich bin, ist mir mehr als die Hälfte davon bereits entfallen. Und genau da liegt auch das Problem.

Sprachunfug

Heute profiliert man sich mit Fachausdrücken und Fremdwörtern, um die eigene Kompetenz in Texten zu belegen. Dabei wird aber häufig der Leser komplett vergessen. Nicht jeder versteht Wörter wie zum Beispiel „Phytotherapie“, und es wird nur eingesetzt, weil es sich gut anhört. Die deutsche Übersetzung „Pflanzenheilkunde“, klingt nicht unbedingt fachlich versiert.

Dabei geht es aber gerade darum die Texte so zu schreiben, dass der Leser sie versteht. In einem Text für einen Kunden, muss man sich nicht zwangsläufig durch fremde Ausdrücke profilieren. Nehmen wir als Beispiel einmal die Produktbeschreibungen im Internet. Der Kunde, der diesen Text liest, soll damit etwas anfangen können. Andernfalls würde das Produkt nicht kaufen.

Die erste Regel ist also auf sprachlichen Unfug zu verzichten und so verständlich wie möglich zu schreiben. So seltsam das auch klingt, man sollte seine Texte so verfassen, dass auch kleine Kinder sie verstehen können. Oder zumindest so gestalten, dass man sich in Gedanken in einen Leser hineinversetzt, der keinerlei Grundwissen zum beschriebenen Thema hat.

Verstehen von Texten

Damit ein Autor versteht, wie Leser einen Text sehen, sollte man wissen, welchen Weg dieser durch das Gehirn nimmt. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Unbekanntes, das gelesen oder gehört wird, unterschiedlich verstanden wird.

Die Unterschiede von Person zu Person lassen sich anhand des vor Wissens im Langzeitgedächtnis festmachen. Wer eine hohe Allgemeinbildung besitzt, der kann Neues und Unbekanntes wesentlich besser verarbeiten als andere. Das liegt daran, dass man versucht neue Sachverhalte mit dem Wissen zu begreifen, dass in unserem Langzeitgedächtnis bereits gespeichert ist.

Dazu gibt es einen sehr schönen Satz von einem Kognitionswissenschaftler, namens Roger Schank:

Wir nutzen, was wir wissen, um zu verarbeiten, was wir aufnehmen. (Erklärung Kognotion)

Je besser sich ein Autor daran orientiert, was ein Leser oder Zuhörer zuvor lernen konnte, desto verständlicher sind seine Texte. Professionell Texten bedeutet also, sich in die Kunden hinein versetzen zu können, und die eigenen Texte auf ein sprachlich verständliches Anfängerniveau zu senken. Damit ein Text verstanden werden kann, muss er auf einer Basis aufgebaut sein, die dem Allgemeinwissen von JEDER Person entspricht.

Typische Anwendungen

Texte, die typische Begriffe für unsere Breitengrade verwenden, werden eher verstanden als exotische Texte. Denkt dabei nur mal an einen Vogel. Die meisten von euch haben jetzt einen Spatz oder eine Amsel im Kopf. Am Südpol wäre der Gedanke wohl eher ein Pinguin.
Diese Ökonomie des Denkens, lässt sich auf fast alle Bereiche in unserem Leben anwenden. So erwartet man zum Beispiel einen Raum, wenn man eine Tür öffnet. In der Werbung wird so etwas oft ins Gegenteil verkehrt.

Ein sehr schönes Beispiel ist dabei die Urlaubswerbung. Die schöne Frau öffnet eine Tür und steht mit dem nächsten Schritt am Strand. Diesen Überraschungseffekt erwartet unser Gehirn nicht. Wenn man einen Text verfasst, muss man sich überlegen, ob dieser Effekt überhaupt erwünscht ist. In den meisten Fällen ist er es eher nicht.

Je mehr ein Text auf die typische Verwendung von Begriffen eingeht, desto besser versteht man ihn. Ein schönes Beispiel ist auch das Handy. Bei diesem Wort weiß jeder was gemeint ist. Würden wir Mobilfunkgerät schreiben, denken manche Leute vielleicht sogar an ein Funkgerät. Dabei sind beide Begriffe im deutschen Sprachgebrauch eingeprägt. Nur ist das Wort Handy wesentlich geläufiger als das Wort Mobiltelefon.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich also sagen, das professionelle Texte auf sprachlichen Unfug verzichten. Dazu gehören exotische Begriffe, Fremdwörter und sofern möglich, Fachausdrücke. Ein professioneller Texter profiliert sich nicht durch Nutzung einer Sprache die kein Mensch versteht, sondern durch die Fähigkeit Texte so schreiben zu können, dass sie jeder versteht.

Texte, die man versteht, lernt man. Auf das gelernte, kann wiederum aufgebaut werden. Versteht man einen Text aber nicht, muss man ihn mehrfach lesen, was wiederum Zeit kostet. Zeit ist Geld, Geld hat niemand. Ein Text, der nicht sofort verstanden wird, kostet also Geld. Da niemand bereit ist übermäßig viel zu investieren, sollte also die erste Direktive eines professionellen Texters sein, die Texte für den Kunden und den Lesern zu verfassen.

Der nächste Artikel der Serie wird sich damit beschäftigen, wie Texte den Leser steuern können. Abonniere doch mein RSS-Feed um keine Folge zu verpassen.

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Warum dieser Blog?

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    Zusätzlich veröffentliche ich regelmäßig Tutorials, die zeigen sollen, wie man die Anbieter zum Geld verdienen benutzt. Auch ist mir wichtig den Verdienst immer weiter zu steigern. Jeder getestete und hier eingesetzte Anbieter soll monatlich die Auszahlungsgrenze überschreiten. Das Ziel ist es sich ein Online Einkommen aufzubauen, dass so groß ist, und so dauerhaft ist, dass ich mir keine Sorgen um meine Rente machen muss und sogar bereits mit 40 Jahren meinen Antrag stellen kann.

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    Ursprünglich war BlogVerdiener ein Hobby. Ich wollte mich mit der Möglichkeit beschäftigen „Geld im Internet“ zu verdienen. Daraus ist aber so viel geworden, dass ich es irgendwann aufschreiben musste und wollte. Zunächst bin ich auf einem anderen Blog gestartet, der aber BlogVerdiener weichen musste.

    Das Geld verdienen im Internet ist eine sehr spannende Sache, die sich ständig entwickelt. Neue Anbieter kommen hinzu, alte verschwinden. Es gibt diverse Themengebiete, in denen man sich selber entwickeln und lernen kann. Das ist der Punkt, der auf mich eine so unglaublich große Faszination ausübt. Und nicht zuletzt natürlich mein stetig wachsender Kontostand.

    Es macht Spaß Anbieter zu testen und dann für den eigenen Blog die Optimierungsarbeit zu leisten. So kann ich lernen, ausprobieren und nebenbei noch Geld verdienen. Dieser Gedanke ist irgendwann aber zu Ende gewesen.

    Jetzt ist das Hauptziel von BlogVerdiener das Geld verdienen im Internet reproduzierbar zu machen, so dass es für jeden funktioniert. Der Aufwand soll minimiert werden und das Ergebnis stetig verbessert.

Highlights

  • Geld verdienen im Internet mit Beispielen zu Belegen gehört sicherlich zu den Highlights hier im Blog. Hin und wieder starte ich 30 Tage Tests, in denen mehrere Anbieter der gleichen Branche gegeneinander antreten müssen. So zum Beispiel Februar 2013. Für diesen Monat gibt es die Mini Verdienst Challenge, in der ich diverse Anbieter, mit denen auf Facebook Geld verdienen möglich ist, gegeneinander antreten ließ. Das Ergebnis ist eine Seite hier im Blog, die alle Details haarklein auflistet und einige Anbieter für jedermann empfiehlt.

    So kann sich auch die Hausfrau einen netten Nebenverdienst aufbauen, ohne vorher teure Produkte zu kaufen oder anders auf die Nase zu fallen.

    Ein weiteres Highlight sind sicherlich die Empfehlungen der getesteten Fachbücher. Geballtes Wissen für angehende Blogger und Webmaster. Hier stecke ich viel Arbeit und Mühe hinein.

    Das dritte erwähnenswerte Highlight sind Tutorials, in denen ich mich mit dem Thesis Theme, CSS3, HTML5 und Wordpress auseinander setze. Hier kann vieles für andere Blogs adaptiert werden.

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