Selbst Matt Cutts bestätigte die vom Start weg bereits vernünftige Aufstellung von WordPress mit der Aussage, dass das CMS zu 80-90 Prozent auf die Anforderungen der OnPage-Suchmaschinenoptimierung eingeht.
Wer mit seinem IT-Projekt überdurchschnittlichen Erfolg haben will, muss sich damit allerdings nicht zufrieden geben. Die OnPage-Optimierung ist nach der einfachen Erstellung des Weblogs noch nicht ausgereizt und kann unter Berücksichtigung folgender Tipps weiter ausgebaut werden.
Die 5 wichtigsten Basics zum WordPress-SEO
1. Benennung und Beschriftung von Medien
Suchmaschinen versuchen menschliche Bedürfnisse optimal abzudecken, was im Endeffekt heißt, dass sie menschliches Suchverhalten nachvollziehen und automatisiert imitieren wollen. Soll heißen: wenn man bei der Optimierung daran denkt, wie die Suche für einen Menschen am einfachsten wäre, tut man meist auch dem Google-Crawler einen Gefallen.
Das einfache Beispiel der Dateinamen zeigt dieses Prinzip sehr deutlich. Natürlich ist das Bild eines Hundes mit dem Dateinamen datei004.jpg weniger leicht zu finden als hund.jpg. Auch die Attribute des in diesem Fall img-Elements können weiter mit sinnvollen Informationen angereichert werden. Sowohl alt- als auch title-Attribut sollten mit einem aussagefähigen Satz zu Bildern und Grafiken versehen werden. Das gilt natürlich nicht nur für Bilddateien, sondern auch für PDFs, Videos und was man sonst noch so alles in seinen Blog einbindet.
2. Heading und Subheadings
Was für jeden klar sein sollte, der auch nur den geringsten journalistischen Background oder Grundkenntnisse im Bereich SEO hat, ist auf vielen Weblogs immer noch keine Selbstverständlichkeit. Seine Texte sollte man, auch im Sinne der Leser, vernünftig strukturieren: mit einer semantisch korrekten Anordnung der
bis
Überschriften, die WordPress bereitstellt. Das heißt, dass
-Headlines hierarchisch niedriger stehen als
-Headlines und auch dementsprechend angeordnet werden sollten. Das freut nicht nur die Besucher, sondern auch Google.
3. Permalinks
-Headlines hierarchisch niedriger stehen als
-Headlines und auch dementsprechend angeordnet werden sollten. Das freut nicht nur die Besucher, sondern auch Google.
3. Permalinks
3. Permalinks

Die URL-Struktur ist bei einem WordPress-Blog natürlich von ebenso zentraler Bedeutung wie bei normalen Websites. Es ist kein Geheimnis, das in der URL enthaltene Keywords einen positiven Effekt auf das Ranking haben, weshalb sich eine entsprechende Anpassung der URL-Adressen der einzelnen Artikel durchaus lohnt. Standardmäßig sehen die URLs in WordPress sowohl für menschliche Leser als auch Algorithmen etwas unvorteilhaft aus, z.B. so:
http://www.twago.de/blog/?p=123
WordPress ermöglicht hier allerdings schon ohne viel Aufwand Abhilfe. Im Einstellungsmenu zu den Permalinks lassen sich alternative Linkstrukturen anwählen und sogar benutzerdefinierte URL-Strukturen festlegen. Dafür kann man die sogenannten Structure-Tags – z.B. %postname% oder %day% – nutzen, die in der Dokumentation detailliert ausgeführt werden. Nach der Anpassung sieht die URL dann sowohl für Mensch als auch Maschine deutlich besser aus.
4. Das Title-Tag
Auch das Title-Tag (nicht zu verwechseln mit dem unter Punkt 1 angeführten title-Attribut), dass ja bekanntermaßen die im Suchmaschinenranking angezeigte Zeile ist, sollte man an die Leser- und Algorithmenbedürfnisse anpassen. Das kann man entweder mittels PHP-Code in der header.php Datei – ein kleines Tutorial gibt es von Vladimir Simovic – oder etwas bequemer, mit einem geeigneten Plugin erledigen. SEO-Plugins werden gleich noch ausführlicher beschrieben.
5. SEO-Plugins nutzen
Die Arbeit im SEO-Bereich erleichtern inzwischen auch zahlreiche Plugins, die nach Installation vielfältige Einstellungen erlauben, die sonst nur mit PHP-, CSS- und (X)HTML-Kenntnissen machbar wären. Für die individuell-automatische Gestaltung des Title-Tags bietet sich z.B. SEO Title Tag an. Das Einfügen von Tags erleichtert das Simple Tagging Plugin, das nicht nur für das Funktionieren der Suchfunktion auf dem Blog wichtig ist, sondern die Tags auch im HTML-Code unterbringt.
Ein umfangreiches Komplettpaket stellt das All In One SEO Pack dar, das eigentlich keine Wünsche offen lässt. Von den Basics wie Title-Tags oder Meta-Tags über URL-Strukturveränderungen und der Vermeidung von Duplicate Content bis hin zu Google Analytics Support und einer integrierten API, die anderen Plugins die Kommunikation und Interaktion erlaubt. Automatisierung der verschiedenen Einstellungen sind einfach vorzunehmen, bei Bedarf können aber auch überall manuelle Änderungen vorgenommen werden. Ein funktionsreiches aber kostenpflichtiges Plugin ist auch wpSEO. Das von Sergej Müller erstellte Plugin bietet eine enorme Vielfalt an Funktionen, dessen Aufzählung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.
Autoreninfo
Gastautor Frank Scholz ist Online-Redakteur bei der Projektvermittlungsplattform twago. twago vermittelt Freelancer aus den Bereichen Programmierung, Webdesign und weiteren Unternehmensservices, wie z.B. App-Entwicklung oder Übersetzung.
Nachtrag von Blogverdiener
Dieser Gastartikel ist damit schon der Zweite des Twago Redaktuers und damit ein weiteres überzeugendes Argument für Qualität der Autoren von Twago, und ich kann nur noch einmal sagen: Artikel bei Twago kaufen! Besser und schneller geht es kaum.

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