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Facebook Like Button und die Datenschutz Abmahnspinner

27. Juni 2011

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Stefan von Kranzkrone hat mich auf eine rechtliche Lücke in meinem Blog aufmerksam gemacht, die mir vorher nicht bekannt war. Dabei geht es um den Datenschutz in Verbindung mit Facebook.

Wenn man bedenkt wie viele Daten von Usern übertragen, verwendet und gespeichert werden, kann man verstehen, dass Datenschützer immer wieder Strum gegen das Internet laufen. Obwohl ich ganz klar für den Datenschutz bin, muss ich ganz ehrlich sagen, dass die ganzen Diskussionen über Google und Facebook, Twitter und was weiß ich, mir langsam derbe auf die Nerven gehen.

Warum? Ganz einfach – Jeder ist bei Facebook, alle nutzen Google und Twitter steht den beiden in nichts nach. Mir doch egal, wenn die Plattformen versuchen durch Speicherung der Daten ein Nutzerprofil zu erstellen um mich dann mit „zu mir passender“ Werbung zu versorgen. Ganz ehrlich – ich bin sogar froh drum. Ich surfe jeden Tag durch das Internet und suche Informationen. Da gefällt es mir doch nur umso besser, wenn diese mir direkt serviert werden. Aber das ist nur meine Person.

Was ist mit dem unbedarften kleinen Schüler?

Der durch Zufall auf meinem Blog landet. Seine IP wird durch die Wüste der Serverlandschaften geschickt, überall gespeichert usw. Jetzt weiß jede Seite, jedes Portal – Juhu der kleine da hat Blogverdiener.de besucht. Na und???
Sicherlich ist das nicht schön, wenn solche Daten ausgenutzt werden um irgendwelches Schindluder damit zu betreiben.

Aber hey, wenn ich als Blogger meinen Blog in die Welt hinaustrage und mit den Social Buttons versuche einen Mehrwert für meine Besucher und natürlich auch für den Blog zu schaffen, dann soll ich dafür bluten, wenn irgendein Portal scheiße baut? Nicht mit mir.

Zur Sache

Stefan von Kranzkrone hat mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht, der alle Blogger eindringlich vor der Nutzung des Facebook „Like“! Buttons aufgrund von Datenschutz warnt.

Zeitgleich ist in diesem Artikel ein weiterer verlinkt, der mir erst den Angstschweiß trocknen ließ. Ich zitiere mal von dieser Seite:

Das Risiko ist nach meiner Ansicht derzeit eher gering. Die Gefahr droht von zwei Seiten, gegen die jedoch gewichtige Argumente sprechen:

Bußgeld von einer Datenschutzbehörde
Hier kann m.E. davon ausgegangen werden, dass kein Bußgeld in einem solch ungeklärten Zweifelsfall verhängt wird.

Unterlassungsaufforderung von einem Seitenbesucher, wegen gesetzwidrigen Erhebens personenbezogener Daten. In diesem Fall würde diese Person jedoch Gerichts- und Anwaltskosten riskieren, falls ein Gericht im Zweifel hier keine Datenschutzverletzung sieht.

Abmahnung von Mitbewerbern
Eine Datenschutzverletzung ist nur dann zugleich ein Wettbewerbsverstoß, wenn dadurch der Wettbewerb nicht nur unerheblich verzerrt wird. Das hat ein Gericht z.B. angenommen, als Kundendaten mit Gewinnabsicht verkauft wurden. Meines Erachtens ist der Datenschutzverstoß beim Like-Button nicht gleich schwerwiegend. Daher wäre eine Abmahnung wohl nicht erfolgreich.

Viel wahrscheinlicher ist, dass eine Organisation, die sich dem Datenschutz verschrieben hat, den Button auf die datenschutzrechtliche Probe stellt und gegen eine staatliche Einrichtung vorgeht, die ihn einsetzt. So war das z.B. bei Google-Analytics der Fall.
Quelle: spreerecht.de zum Facebook Datenschutz

Durch dieses Statement kann ich also zukünftig ruhiger schlafen? Weit gefehlt! Denn auch der Blogger, der einen Facebook Like Button eingebaut hat, muss etwas an seinem Blog ändern. Hier geht es um die Datenschutzbestimmungen. Dazu haben die Anwälte folgende Ergänzung zur Verfügung gestellt:

Unser Internetauftritt verwendet Social Plugins (“Plugins”) des sozialen Netzwerkes facebook.com, welches von der Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA betrieben wird (“Facebook”). Die Plugins sind an einem der Facebook Logos erkennbar (weißes „f“ auf blauer Kachel oder ein „Daumen hoch“-Zeichen) oder sind mit dem Zusatz “Facebook Social Plugin” gekennzeichnet. Die Liste und das Aussehen der Facebook Social Plugins kann hier eingesehen werden: http://developers.facebook.com/plugins.

Wenn Sie eine Webseite unseres Internetauftritts aufrufen, die ein solches Plugin enthält, baut Ihr Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Facebook auf. Der Inhalt des Plugins wird von Facebook direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Webseite eingebunden. Wir haben daher keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Facebook mit Hilfe dieses Plugins erhebt und informieren Sie daher entsprechend unserem Kenntnisstand:

Durch die Einbindung der Plugins erhält Facebook die Information, dass Sie die entsprechende Seite unseres Internetauftritts aufgerufen haben. Sind Sie bei Facebook eingeloggt, kann Facebook den Besuch Ihrem Facebook-Konto zuordnen. Wenn Sie mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den Like Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird die entsprechende Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Falls Sie kein Mitglied von Facebook sind, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass Facebook Ihre IP-Adresse in Erfahrung bringt und speichert.

Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie Ihre diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatssphäre entnehmen Sie bitte den Datenschutzhinweisen von Facebook: http://www.facebook.com/policy.php.

Wenn Sie Facebookmitglied sind und nicht möchten, dass Facebook über unseren Internetauftritt Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Facebook gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch unseres Internetauftritts bei Facebook ausloggen.

Ebenfalls ist es möglich Facebook-Social-Plugins mit Add-ons für Ihren Browser zu blocken, zum Beispiel mit dem “Facebook Blocker”.
Quelle: spreerecht.de zum Facebook Datenschutz

Ich habe das bei mir sofort in das Impressum kopiert und hoffe damit den Abmahnspinnern zumindest vorerst den Hahn zugedreht zu haben.

Facebook und der Abmahnirrsinn – Mein Fazit

Datenschutz ist wichtig – Keine Frage. Aber ist es Aufgabe der Blogger ein Angebotenes Plugin dahingehend zu überprüfen? Müssen wir jetzt neben Textern, SEO´s und Marketeers auch noch Rechtsexperten werden? Ich bin der Meinung, dass eine Multi-Milliarden Dollar Firma wie Facebook wohl durchaus in der Lage sein müsste einen Datenschutzexperten für das jeweilige Land zu beschäftigen, der immer alles Konform hält. Ausserdem bin ich der Meinung, dass Abmahnanwälte, die nicht unbedingt Urheberrechtler sind mal einen bis zwei Gänge runterschalten sollten. Wir Bloggen hauptsächlich aus Spaß und nicht um Daten zu erheben.

Ich möchte dieses Artikel mit einem herzlichen Dank an Stefan abschließen! Er hat mich darauf aufmerksam gemacht und mir den ausschlaggebenden Artikel genannt. Und das, meine lieben Freunde, ist wirklicher Zusammenhalt unter den Bloggern! Einfach mal auf etwas aufmerksam machen – und nicht andere ins Messer laufen lassen. Stefan, vielen Dank!

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1 mace Juni 27, 2011 um 22:15

Danke für den Tipp! Ich hatte bisher wohl einen kleinen Abschnitt in meinem Impressum, diesen aber nun durch diesen ausführlichen ersetzt. Damit sollte man wirklich auf der sicheren Seite sein.

Ich finde, dass es echt schlimm geworden ist worauf man achten muss, wenn man nur einen kleinen Button auf seinem Blog einbauen will. Vielleicht wird das ja irgendwann mal einfacher geregelt.

2 Chaosweib Juni 28, 2011 um 02:05

Mich nervt diese Datenschutz-Geschichte schon lange. Ist es doch der Staat, der gerade wieder via zensus alles sammelt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, auch die Daten von dem kleinen Schüler. Diese Datenschutzerklärung habe ich aber schon lange drin. War letztes Jahr schon Thema, da warst Du noch mit dem alten Blog online.

Ich teile auch Deine Meinung, dass das Sache von facebook ist, diese Plugins konform zu machen, aber mach mal was dran…

3 Holger Juli 5, 2011 um 20:16

Junge, Junge, das wird wirklich immer schlimmer…
Auf jeden Fall: Danke für den Hinweis!

4 Peter Juli 6, 2011 um 08:45

Danke für den Tipp, habe den entsprechenden Passus gleich mal in mein Impressum eingebaut. Unglaublich, worauf man heutzutage so achten muss…!

5 Sascha Juli 6, 2011 um 22:04

Wusste ich auch nicht. Aber zum Glück gibts ja Leute die darauf hinweisen. Ich bin ja auch erst darauf hingewiesen worden :-)

6 Frank August 26, 2011 um 12:34

Danke für den Hinweis! Hier gibt es eine Anleitung, um den Like Button von Facebook datenschutzkonform einzubauen. Dabei wird nur ein Bild des Buttons angezeigt und erst nach Bestätigung der echte Button von Facebook geladen: http://realpr.de/facebook-like-button-datenschutzkonform.html

7 Concept-BR September 22, 2011 um 20:56

Wir haben auf unsere Seite auch auf eine 2-Klick-Lösung umgestellt. Da sich die ganz Sache gar nicht so einfach gestaltet hat, wie wir anfänglich dachten, haben wir unsere Erfahrungen in einem kleinen HowTo zusammengefasst:
http://www.concept-br.de/blog/82-howto-datenschutzfreundlicher-i-like-gefaellt-mir-facebook-button

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Warum dieser Blog?

  • Geld verdienen im Internet

    ist der Traum vieler. BlogVerdiener beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und vor allem mit den einzelnen Anbietern, die das Geld verdienen im Internet möglich machen. Dabei werden die Anbieter vorgestellt und in gewissen Zeiträumen immer wieder getestet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Seriosität. Betreffend der Auszahlungen, aber auch den Support. BlogVerdiener propagiert nicht den schnellen Reichtum im Internet, sondern soll aufzeigen, wie durch Arbeit im Netz Geld verdient wird. Ob als Texter, über Social Media Profile bis hin zu Youtube Videos, hier steht alles auf dem Prüfstand.

    Zusätzlich veröffentliche ich regelmäßig Tutorials, die zeigen sollen, wie man die Anbieter zum Geld verdienen benutzt. Auch ist mir wichtig den Verdienst immer weiter zu steigern. Jeder getestete und hier eingesetzte Anbieter soll monatlich die Auszahlungsgrenze überschreiten. Das Ziel ist es sich ein Online Einkommen aufzubauen, dass so groß ist, und so dauerhaft ist, dass ich mir keine Sorgen um meine Rente machen muss und sogar bereits mit 40 Jahren meinen Antrag stellen kann.

    Geld verdienen im Internet – Mit Arbeit und viel Lernen verbunden, ist es doch eine Beschäftigung die Spaß macht, gleichgesinnte vernetzt und tolle Partnerschaften ermöglicht.

    Ursprünglich war BlogVerdiener ein Hobby. Ich wollte mich mit der Möglichkeit beschäftigen „Geld im Internet“ zu verdienen. Daraus ist aber so viel geworden, dass ich es irgendwann aufschreiben musste und wollte. Zunächst bin ich auf einem anderen Blog gestartet, der aber BlogVerdiener weichen musste.

    Das Geld verdienen im Internet ist eine sehr spannende Sache, die sich ständig entwickelt. Neue Anbieter kommen hinzu, alte verschwinden. Es gibt diverse Themengebiete, in denen man sich selber entwickeln und lernen kann. Das ist der Punkt, der auf mich eine so unglaublich große Faszination ausübt. Und nicht zuletzt natürlich mein stetig wachsender Kontostand.

    Es macht Spaß Anbieter zu testen und dann für den eigenen Blog die Optimierungsarbeit zu leisten. So kann ich lernen, ausprobieren und nebenbei noch Geld verdienen. Dieser Gedanke ist irgendwann aber zu Ende gewesen.

    Jetzt ist das Hauptziel von BlogVerdiener das Geld verdienen im Internet reproduzierbar zu machen, so dass es für jeden funktioniert. Der Aufwand soll minimiert werden und das Ergebnis stetig verbessert.

Highlights

  • Geld verdienen im Internet mit Beispielen zu Belegen gehört sicherlich zu den Highlights hier im Blog. Hin und wieder starte ich 30 Tage Tests, in denen mehrere Anbieter der gleichen Branche gegeneinander antreten müssen. So zum Beispiel Februar 2013. Für diesen Monat gibt es die Mini Verdienst Challenge, in der ich diverse Anbieter, mit denen auf Facebook Geld verdienen möglich ist, gegeneinander antreten ließ. Das Ergebnis ist eine Seite hier im Blog, die alle Details haarklein auflistet und einige Anbieter für jedermann empfiehlt.

    So kann sich auch die Hausfrau einen netten Nebenverdienst aufbauen, ohne vorher teure Produkte zu kaufen oder anders auf die Nase zu fallen.

    Ein weiteres Highlight sind sicherlich die Empfehlungen der getesteten Fachbücher. Geballtes Wissen für angehende Blogger und Webmaster. Hier stecke ich viel Arbeit und Mühe hinein.

    Das dritte erwähnenswerte Highlight sind Tutorials, in denen ich mich mit dem Thesis Theme, CSS3, HTML5 und Wordpress auseinander setze. Hier kann vieles für andere Blogs adaptiert werden.

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